Letzte Schulwoche

Donnerstag, 16.06.2016

Am Sonntag blieb ich dann erstmal zuhause und entschied mich nach dem gemeinsamen Frühstück mit Johanna am nächsten Tag (Nationalfeiertag) nach Sandhamn, eine kleine Insel in den Schären zu fahren. Ich buchte also schon mal die Fähre und dann wollte ich gerade mit Erik anfangen zu spielen, als ich feststellte, dass dieser mit seinem Papa schon wieder im Bett lag. Die Mama und ich machten dann gemeinsam Mittag und dann fuhr ich mit dem Auto ins nahegelegene Einkaufszentrum. Ich musste schließlich noch etwas für meine Abschiedsgeschenke kaufen und die Mama hatte das gleich genutzt, um mir ebenfalls eine Liste zu schreiben.
Pünktlich zum Abendessen war ich dann wieder zuhause und danach backte ich schnell noch ein paar Muffins, für die Abschiedsstunde der 4. Klasse am Dienstag.

Muffins für die Familie zum freien Tag (übrig gebliebene) :D

Montag ging es dann ziemlich früh wieder raus, denn halb 10 fuhr schon das Schiff. Das Wetter war ein komisch Mix aus Sonne und Wind, weswegen man gar nicht wusste, was man anziehen sollte.
Pünktlich legten wir dann vom Hafen in Stockholm an und verbrachten dann zwei Stunden auf dem Schiff. Nachdem wir total begeistert von den Felsen im Wasser waren, die da einfach plötzlich heraus ragten, waren wir endlich auf Sandhamn angekommen. Eine süße kleine Insel, auf der ich mir absolut nicht vorstellen könnte zu leben. Es ist zwar wunderschön für einen entspannten Urlaub bzw. Ausflug, aber zum Leben wäre es mir fast schon zu ruhig.
Johanna und ich schauten uns etwas auf der Insel um, lagen am Wasser, liefen durch den Wald, machten Fotos und fanden einen total traumhaften Sandstrand, an dem wir dann die meiste Zeit verbrachten und uns schließlich sogar einen Sonnenbrand einfingen… :/

Sandhamn Steinküste

Sandhamn traumhafter Sandstrand :)
Nach einer Stärkung war es dann auch bald schon wieder Zeit für das Schiff nach Hause, die viele Meeresluft machte einen ganz schön müde.

zurück aufs Schiff wollen nicht nur wir :D

total geschafft und verbrannt :D

Gegen 22Uhr waren wir dann beide endlich wieder Zuhause, auf dem Heimweg hatte ich mir noch eine Packung Quark gekauft, damit der Sonnenbrand am nächsten Tag hoffentlich schon wieder etwas weniger war… Nach einer hübschen Quarkmaske konnte ich dann auch endlich ins Bett.

Der Dienstag begann leider nicht, wie sonst immer, mit einer Stunde länger Schlaf, aber das war auch nicht so schlimm, denn die Sonne schien schon ab 3Uhr in mein Zimmer und so war ich tatsächlich schon wach, als der Wecker klingelte. :) War aber auch ganz gut, dass ich etwas zeitiger aufgestanden war, denn schließlich musste der Sonnenbrand mit etwas Make-up abgedeckt werden. :D
In der Schule ging ich dann gemeinsam mit der Sportlehrerin und der 2a in den Humlegarden, wo ich die Sonne mehr oder weniger genießen konnte (mit Sonnenbrand im Gesicht irgendwie nicht so geil) und die Kinder selbstständig spielten. Danach mussten die Schüler in ihren Heften versuchen alles fertig zu bekommen und nach der Mittagspausen schoben wir dann eine Spielstunde für die Kinder ein, schließlich war es auch ihre letzte Schulwoche.
Ich machte mich wieder etwas eher auf den Weg, ich musste ja ein letztes Mal, rüber in die 4. Klasse. Um die Schüler etwas zu schocken, schrieb ich eine riesen lange Aufgabenstellung an die Tafel und brachte viele Religionsbücher aus dem Lehrerzimmer mit. Anfangs waren die Kinder etwas erstaunt, dass wir tatsächlich noch Unterricht machen wollten, fügten sich aber dennoch der Arbeitsanweisung, was mich sehr überraschte. Als ich es dann aber auflöste und ihnen die Muffins auf den Tisch stellte, waren sie natürlich alle total begeistert und freuten sich eine Runde Werwolf spielen zu dürfen. :)
Wir verabschiedeten uns dann noch und schließlich musste ich wieder nach Hause, Erik abholen. Auf dem Weg nach Hause mussten wir uns dann ziemlich beeilen, denn es zogen dunkle Wolken auf, die nach Gewitter aussahen…
Also rannten wir ein Stück und entschieden uns dann lieber zuhause etwas zu bleiben.

eine Runde entspannen :)

Ich musste ja auch noch meine Abschiedsgeschenke basteln und Erik half dabei bis der Papa kam und entschied, dass er jetzt Barnprogramm gucken dürfte…
Ich bastelte sogar bis nach dem Essen noch an meiner "Tüte Auszeit" für jeden Lehrer… 

eine der 16 Abschiedskarten :D

der Inhalt zur

und dan sind sie endlich fertig :)

Am Mittwoch war dann "Aufräum- und Putztag" in der Schule. Die Kinder brachten riesen Tüten mit, um ihre Bänke ausräumen zu können und dann wurden diese auch von jedem Einzelnen mehr oder weniger gut geputzt. :) Meine Mentorin und ich räumten der Weile das restliche Klassenzimmer auf und stellten fest, dass es mit weißen Wänden ganz schön trostlos aussah. Aber für die neue erste Klasse im nächsten Schuljahr konnten wir jetzt noch nichts vorbereiten, da zunächst einmal gründlich geputzt werden sollte in der Schule…
Der Tag war damit relativ schnell rum, und die Kinder freuten sich auf den morgigen Spieltag.
Ich machte mich auf den Weg nach Hause und holte Erik ab. Gemeinsam spielte er dann zuhause mit seinem Freund und ich konnte nebenbei etwas weiterbasteln.

auf dem Weg nach Hause mit Eriks Freund

Die beiden Jungs verstanden sich echt gut, auch wenn Erik mir beim Abendessen erklärte, dass er ihn im Dagis eigentlich nicht leiden kann, denn da beißt er und prügelt sich oft… Bei uns hatte es ganz gut geklappt und die Jungs spielten sich gegenseitig super müde. :D 

Der Donnerstag war dann der letzte offizielle "Schultag" für die Kinder. Meine Mentorin hatte entschieden daraus einen "Spieltag" zu machen. Sie hatte dafür Bulle und Saft besorgt und die Kinder freuten sich schon auf die entspannte Atmosphäre. Die Lehrerin teilte dann die, von der gesamten Klasse gestalteten, Abschiedsbücher an die Kinder aus, die Schweden dieses Jahr verlassen würden. Und auch mir hatte die Klasse eines davon gestaltet. :) Aber auch wir (ich und die Klasse) hatten eine Überraschung für sie vorbereitet, denn es hatten tatsächlich alle das bunte Papier mehr oder weniger schön gestaltet und ich hatte es zu einem kleinen Buch gemacht.
Sie hatte davon tatsächlich absolut nichts mitbekommen und war zu Tränen gerührt, denn es war in ihren 30 Jahren die erste Klasse, die so etwas für sie gemacht hatte. :)
Nachdem die Bulle und der Saft verspeist waren, spielten wir eine Menge witziger Spiele und dann waren die vier Stunden schon wieder vorbei.
Kurz bevor alle Klassen verschwanden, verabschiedete ich mich noch schnell von den beiden ersten Klassen und bedankte mich auch bei ihnen, dass ich in ihre Klasse hineinschnuppern konnte. Natürlich gab es auch ein paar "Godis" (Süßigkeiten), was für die Kinder am wichtigsten war. :D
Für meine zweite Klasse hatte ich am Tag zuvor noch ein paar Lesezeichen mit der Leipziger Skyline gemacht und diese zwischen einem Spiel auch ausgeteilt.

25 Lesezeichen, mit Lolli verziert :D

gut gekühlt für Freitag :D
Der Tag war so schnell vergangen und so musste ich auch schon wieder los, Erik abholen. Wir gingen dann wieder nach Hause und spielten dort etwas auf dem Spielplatz.

Am Freitag war es dann tatsächlich soweit… Ich sollte die Kinder ein letztes Mal sehen. :( Ich konnte mich noch etwas trösten, denn meine Kollegen würde ich in der nächsten Woche von Montag bis Mittwoch noch einmal sehen und so war ich nicht ganz so traurig. Die Schuljahresabschlussfeier fand in der nahestehenden Kirche mit den Lehrern und Schülern des Gymnasiums und den Eltern statt. Ganze zwei Stunden mussten die Kinder ruhig sitzen und Reden lauschen, was ihnen nicht immer ganz leicht fiel. Sie hatten es dann aber bald geschafft und mussten dann noch einmal in ihr Klassenzimmer um ihre Zeugnisse zu erhalten. Meine Mentorin hatte für jedes Kind die Eulen gestrickt und übergab sie ihnen mit ihren Zeugnissen, die hier in einem Umschlag verschlossen übergeben werden, damit sich die Kinder nicht sofort vergleichen. Die Eltern überreichten der Klassenlehrerin dann noch Blumen und ein Abschiedsgeschenk denn schließlich gab die Lehrerin die Kinder nach diesem Schuljahr ab.
Auch ich erhielt ein kleines Geschenk von ihnen und musste mich dann von allen verabschieden. Einige Eltern bedankten sich zum Schluss sogar nochmal bei mir und freuten sich endlich ein Gesicht zum Namen zu haben, der so oft bei ihnen zuhause gefallen war. :D
Wie sich herausstellte, bekam ich von den Eltern ein schwedisches, vegetarisches Kochbuch. Warum vegetarisch konnte sich niemand im Lehrerzimmer erklären, aber es war eine nett gemeinte Geste der Eltern und meine Schwester wird sich freuen. ;)
Nachdem die Kinder gegangen waren, gingen wir ins Lehrerzimmer, wo ein kleines Buffet aufgebaut war. Jeder Lehrer hatte etwas leckeres mitgebracht und so aßen wir gemeinsam und tranken Sekt. Johanna und ich überreichten jedem dann unsere Geschenke und bedankten uns für alles, was wir hier erleben durften. Für sie war es tatsächlich leider der aller letzte Arbeitstag an der Schule, aber ich traf sie zum Glück nochmal morgen. :)
Gegen Nachmittag verließen wir dann alle das Zimmer und gingen ins Wochenende. Ich blieb dann noch etwas in der Stadt und machte mich dann auch auf den Weg nach Hause. :)

Am Samstag traf ich mich mit Johanna um in Technische Museum zu gehen, was uns einige Kollegen empfohlen hatten. Leider war es nicht so gut wie erwartet und wir fanden es eher schade dafür Eintritt bezahlt zu haben. Wir entschieden uns dann noch eine Runde nach Gamla Stan zu fahren um dort in einem kleinen Café zu gehen. Leider war Johanna etwas angeschlagen, weswegen sie sich dann schnell verabschiedete… Ich machte mich aber noch auf den Weg zu einem kleinen Festival, was gerade stattfand und wo David Guetta auflegen sollte. Ich hatte echt Glück, denn man hörte und sah super von außen und so konnte ich eine Stunde lauschen, bevor es dann leider etwas zu kalt wurde und ich auch nach Hause fuhr.

David Guetta live :)

Am Sonntag wollte ich dann eigentlich ausschlafen, allerdings hinderte mich der liebe Erik daran, da er die "Rezeptionsuhr" wiedergefunden hatte. (Eine Uhr, die man findet, wenn die Rezeption nicht besetzt ist und man darauf tippt, damit sie klingelt und jemand kommt) Netterweise stand er damit um 8 in meinem Zimmer und meinte Wecker spielen zu müssen… Die Mutter schaffte es natürlich nicht ihr Kind aus meinem Zimmer zu holen und so durfte ich dann um halb 9 aufstehen…Nach einem Frühstück half ich der Mama etwas beim Fenster putzen. Ich stellte fest, dass es gar keine so schlechte Arbeit war. Wir (mehr oder weniger ich alleine) schaffte sogar alle Fenster im Haus. :) Darf ich vielleicht so laut sagen, dass es mir gefiel, sonst muss ich ab jetzt zuhause auch immer putzen :D

super saubere Fenster ganz alleine geputzt :)
Danach machte ich mich dann fertig und fuhr nochmal einkaufen, denn ich war für heute Abend zum Grillen bei einer Freundin eingeladen. Außerdem spielte Deutschland, was wir zusammen gucken wollten. :) Ich durfte dann, um in den Nachbarort zu fahren, sogar wieder das Auto bekommen und so verbrachte ich den Abend dort in netter Gesellschaft. :)

Woche 5 folgende...

Dienstag, 24.05.2016

Und damit sind es nur noch fünf Wochen...

Am Montag sollte es eigentlich normal losgehen in der Schule, allerdings fehlte noch die Klassenlehrerin der 1a. Weswegen ich kurz die Klasse beaufsichtigen sollte. Die Kinder fingen gerade an über die Klassenkonferenz zu sprechen und da kam auch schon ihre Lehrerin. Ich entschied dann für den Rest der zwei Stunden mit im Raum zu bleiben, mittlerweile wusste ich ja was in der 2a montags passierte. 
Die Kinder besprachen dann noch ihr Wochenende und dann wurden schnell noch die Dienste verteilt.
In der Pause unterhielt ich mich dann noch mit der Lehrerin über die Klasse und ein paar einzelne Schüler, bevor es dann wieder in die 2b zum Deutschunterricht ging. Um dann pünktlich in der 4d zu sein, schlich ich mich wieder eher raus. Eigentlich war der Plan mit der Klasse einen virtuellen Rundgang durch die Kirche zu machen, der mir extra zusammengestellt wurde. Allerdings versagte die Technik und es musste improvisiert werden... DIe Stunde verlief also nicht wie geplant und wir verloren damit leider eine Religionsstunde, denn meine Mentorin improvisierte mit Sachunterricht...
Nach dem Mittagessen verbrachte ich wieder zwei Schulstunden im Lehrerzimmer, denn in der 7. Stunde war wieder Deutschnachhilfe angesagt. Leider klappte in dieser auch nichts mehr so wirklich. Die beiden Kinder waren total müde und nicht wirklich motiviert noch irgendwas zu machen... :/
Irgendwie überstanden wir alle die Stunde und dann war erstmal Feierabend...
Mit Erik wollte ich dann einen kleinen Spaziergang machen. Er war aber leider so müde, dass er direkt im Kinderwagen einschlief und ich dann einfach nur nach Hause ging und wir gemeinsam auf dem Sofa eine Runde Nachmittagsschlaf machten. Nach dem Essen guckte Erik noch ein Barnprogramm und dann ging es für ihn ins Bett und ich räumte die Küche auf. Veras Studienfreunde waren noch da und ich entschied nochmal nach dem Auto zu fragen und damit eine kleine Einkaufsrunde zu verbinden. :D
Danach ging es dann auch für mich ins Bett.

Am Dienstag ging es dann für mich, sogar recht ausgeschlafen, wieder in den Deutschunterricht der 1b, in der Pause danach erfuhr ich von der Vertretungslehrerin, dass sie ab Donnerstag nicht da sein würde. Dafür klärte ich mit meiner Mentorin, dass ich ihre Gruppe alleine übernahm. :)
Die nächsten Stunden verbrachte ich wieder normal bei der 2a und dann ging es im Sachunterricht wieder etwas eher los, denn heute musste die Technik in der 4d funktionieren. Ich hatte Glück und so konnte ich dieses Mal alles so machen, wie es geplant war. Nach der Stunde machte ich mich auf den Weg nach Hause und bereitete dort eine kleine "Expedition" (Erik: Expedischon) vor, indem ich Karten malte und dort den Weg in den Wald hinein zeichnete. Erik musste heute vor 16Uhr abgeholt werden, weswegen ich auch ein kleines Picknick mitgenommen hatte. Von dem Kartenlesen war er total begeistert und wir hatten bei der Suche nach dem richtigen Weg sehr viel Spaß.

Wo geht's wohl lang auf unsere

Auch sein Fernglas und seine Kamera hatte ich im "Expeditionsrucksack" dabei, so konnten wir viele wilde Tiere sehen und gefühlte 100 Bilder von Wald und Krabbeltieren machen. Total geschafft kamen wir nach einem kleinen Stopp auf dem Spielplatz zuhause an und freuten uns auf das Abendessen. Danach ging es dann auch schon ins Bett.

Am Mittwoch war dann mal nicht mein 2a Tag, sondern ich entschied mir mal noch was Anderes anzuschauen, denn ich wusste ja schließlich jetzt, wie meine Mentorin unterrichtete. Ich entschied mich als für die 1a, in der ich bisher immer alleine war um zu vertreten. Heute war aber die Klassenlehrerin anwesend und ich konnte beobachten, wie sie mit den Kindern umging und wie sie ihren Unterricht führte. Ein kompletter Unterschied. Sie unterhielt sich ganz anders mit den Kindern und versuchte die Kinder zu Selbstständigkeit zu erziehen. Ein super Beispiel dafür war das geplante Umsetzen der Schüler in der ersten Stunde. Hier in der Schule müssen die Kinder ja dann mit ihren Bänken durch den Raum laufen, denn anders wie in Deutschland, gibt es hier keine normalen Schultische, sondern höhenverstellbare Bänke, die man aufklappen kann und wo das ganze Unterrichtszeug drin ist. Die Lehrerin malte also den neuen Plan, wo die Kinder sitzen sollten an die Tafel und dann sollten die Kinder das ganz alleine organisieren, dass am Ende alle an ihrem neuen Platz sitzen. Klappte sogar ganz gut, auch wenn wir dafür die ganze erste Stunde gebraucht hatten, lernten die Kinder hier auch sehr viel. Danach arbeiteten sie noch etwas an ihren "Briefe von Felix"-Arbeitsblättern und dann gab es Frühstück. In Mathe führte die Klassenlehrerin dann, mithilfe des Smartboards im Zimmer und einem Film, ein, warum es Tag und Nacht gab. Die Kinder waren so fasziniert, dass sie am Ende sogar fast 2h damit verbrachten und für Kunst nur noch knapp 15 Minuten übrig blieb.
Nach der 4. Stunde hatte die Klasse 1 dann Schluss und ich ging wieder in die 2a, wo ich mit der Klasse eine Gruppenarbeit geplant hatte, wo sie selber die Mosesgeschichte spielen sollten. Zuvor mussten sie aber noch etwas Text umschreiben und ändern. Die Stunde danach wurde ich gebeten, mit einigen Kindern den schwedischen Sachunterrichtstest noch einmal teilweise zu machen, denn die Drei hatten die Aufgabe falsch verstanden. Allerdings verstanden die Kinder nicht wirklich, dass sie es für sich und niemand anderen machten und waren absolut nicht in der Lage irgendwas zu schaffen, nein zwei Mädchen waren sogar der Meinung mich auslachen zu müssen. Naja dann war der Test halt weg, sie konnten in den Musikunterricht gehen und ich schrieb den Test noch mit einem Jungen, der sonst eigentlich immer der Erste ist, der irgendwelchen Quatsch macht, aber dieses Mal überraschenderweise recht lieb war.
Nach der Stunde ging ich dann nach Hause, kurz verschnaufen und dann Erik abholen. Er wollte gerne wieder eine "Expedischon" machen, nur leider war ich darauf nicht vorbereitet und wir einigten uns dann auf de Spielplatz, den wir gestern zuletzt besucht hatten. Dieser war direkt in der Nähe seines Freundes Hugo und so sahen wir, wann er nach Hause kam und dann war Erik auch schon direkt an der Tür und fragte, ob er spielen wollte.

unterwegs mit Hugo

Mich schickte er dann netterweise nach Hause, ich ging zwar erst nach Hause, aber hatte dann doch keine Ruhe und wollte mal nach ihnen sehen. Zum Glück, denn die Jungs hatten noch einen Freund abgeholt und waren auf dem Weg durch die Siedlung. Ich schloss mich also an und verfolgte die drei Jungs, gut dass ich dabei war, denn sie liefen auch einfach auf die kleine Kreuzung ohne zu gucken.. Sie spielten dann alle bei einem anderen Freund zuhause und dann musste Hugo auch schon wieder nach Hause, denn die Mutter gab ihrem Sohn immer Zettel mit, wo dies drauf stand. Ich brachte ihn mit Erik weg und dann gingen wir auch nach Hause, wo der Papa auch gerade ankam und wo es dann auch bald Abendessen gab.  

Am Donnerstag war dann auch wieder kein normaler Schultag für mich, denn ich wollte mir heute mal die Vorschule anschauen. Die deutschsprachige Gruppe begrüßte sich in einer Morgenrunde und teilte sich dann auf, die einen sollten eine Stunde Deutsch und die anderen eine Gruppe schwedisch machen, nach einer halben Stunde wurde getauscht. Die Kinder arbeiteten schon echt gut und sehr selbstständig, einige konnten sogar schon lesen. Nach dem Unterricht gab es Frühstück und dann durften sie in der 3. und 4. Stunde spielen, ich musste in der 3. Stunde den Deutschunterricht in der 1b übernehmen, was echt super klappte. :)
In der vierten Stunde ging ich dann wieder mit in die Vorschule und spielte mit ein paar Kindern. Danach durften sie in der 5. Stunde Essen gehen und danach mussten noch die Aufgaben beendet werden.
Damit war der Vorschultag auch schon wieder vorbei und die Betreuer des Fritids übernahm die Rasselbande. Johanna hatte auch nur sechs Stunden und deswegen wollten wir, in Erinnerung an unseren wunderschönen Aufenthalt in Finnland gerne nochmal Billard spielen gehen. Wir hatten in der kleinen Halle echt Spaß und sicher die Männer um uns rum gut unterhalten. Nach fast drei Stunden reichte es uns dann aber auch und wir entschieden uns nach Hause zu fahren. Dort gab es noch eine Kleinigkeit für mich zu essen und dann ging es auch schon nach Hause.

 
Am Freitag begann die 2a wieder mit den Wochenwörtern und dann musste wieder die Lesehausaufgaben überprüft werden, dieses Mal sollte ich mir wieder zu jedem Kind Notizen machen. Nach der Frühstückspause ging es dann wieder in die 1b, wo ich die eine Gruppe wieder alleine hatte. Wir spielten Wochenwörter-BINGO, lasen gemeinsam den Text, der Hausaufgabe war und dann schafften wir am Ende sogar noch ein Spiel. :)
Danach ging es in den Matheunterricht, wo die Kinder alleine ein paar Knobelaufgaben lösen sollten und dann war auch schon wieder Mittagspause und anschließend Kunstunterricht, wo die Kinder Pustebilder machen sollten. Der Unterrichtstag war für mich damit beendet, nur leider noch nicht der Arbeitstag… Denn ich musste Erik ja heute wieder abholen, da ich gestern frei hatte… Trotzdem bereitete ich mit meiner Mentorin noch den Deutschunterricht für die 1b vor, den ich mit der einen Gruppe die nächste Woche wieder alleine machen durfte. :)
Mit Eric ging ich dann wieder zu seinem Freund Hugo und blieb dieses Mal sogar noch etwas mit dort und unterhielt mich mit der Mama des Freundes etwas. Die Zeit verging ziemlich schnell, was man, dank der Sonne und den längeren Tagen, gar nicht mehr so mitbekam, und so mussten wir schon wieder zum Abendessen nach Hause…

Beim gemeinsamen Frühstück am Samstag erfuhr ich, dass der Besuch, der sich für dieses Wochenende angekündigt hatte (die Freunde, bei deren Abschiedsfeier ich gearbeitet hatte), schon unterwegs war. Ich machte mich allerdings aus dem Staub, denn ich wollte mit Johanna ins Schloss Drottningholmen und mal nicht nur drum laufen. :D
Wir trafen uns gegen Mittag und hatten echt schönes Wetter, weswegen wir den Schlosspark nach der Besichtigung des Schlosses, noch etwas genossen konnten. Zumal es mittlerweile alles grün war!!! :)

ja wir waren wirklich drin! :D

soooo schön GRÜÜÜÜÜN alles :)

das wunderschöne Schloss :)

Starfotografin Johanna bei der Arbeit :D
Nach einer kleiner Stärkung saßen wir noch etwas am Ufer und quatschten, bis wir dann müde wurden und nach Hause fuhren. Dort erwartete mich die zwei Familien schon, denn sie hatten gegrillt und mir extra was aufgehoben. Wir quatschten dann noch etwas und dann mussten die Kinder auch schon alle ins Bett und ich konnte die Ruhe genießen. :)

Am Sonntag wollte ich auch nicht den ganzen Tag zuhause verbringen, zumal ziemlich viel Trubel mit drei Kindern war… Deswegen entschied ich mich nach dem gemeinsamen Frühstück nochmal in die Stadt zu fahren, denn in Schweden kann man ja auch sonntags shoppen. :) Johanna hatte auch geplant in die Stadt zu fahren und so trafen wir uns dann nach dem wir beide viel Geld bei H&M gelassen hatten im Espresso House. Bei einem gemütlichen Kaffee sprachen wir über die anstehende Woche, denn Johanna sollte mit den 3. Klassen auf Klassenfahrt fahren. Dafür hatte sie Garn besorgt, denn die Schüler sollten Armbänder knüpfen. Damit Johanna mal testen konnte, wie sich untalentierte Schüler/innen anstellen würden und ob ihre Erklärungen ausreichend waren, durfte ich dann auch ein paar Bänder knüpfen. :) Irgendwann schaute man uns dann komisch an und wir entschieden uns noch etwas die Sonne zu genießen, da ich Stockholm noch gar nicht vom Wasser aus gesehen hatte, beschlossen wir gemeinsam einfach mal die Fähre zu testen, die hier von den normalen Verkehrsbetrieben benutzt werden.

mal ne Runde Boot gefahren :)

Nach vielen Fotos ging es dann zurück am Ufer, wieder nach Hause.

Der Montag begann wie gewohnt in der 2a. Verteilung der Dienste, Wochenende und neue Wochenwörter, so wie üblich. Nach der Frühstückspause musste ich allerdings in die 3d vertreten, denn die Klassenlehrerin war krank geworden und sie schrieben am nächsten Tag noch einen Test, weswegen Johanna auch nochmal extra mit einem Schüler üben sollte. Wir stellten in der Pause ein kleines Übungsheft vor und improvisierten so die Übungsstunde vorm Test. :)
In der 4. und 5. Stunden war ich dieses Mal nicht im Gymnasium, sondern führte in der 1. Klasse den Buchstaben "K/k" ein. In der 6. Stunden hatte ich dann noch etwas Zeit die Nachhilfe vorzubereiten und dann musste ich auch schon wieder rüber ins Gymnasium um diese zu geben. Danach wurde ich netterweise von dem Papa von Eric in ein Autohaus bestellt. Der Kindergarten hatte heute zu, weswegen er frei hatte und mit dem Kleinen unterwegs war.
Ich fuhr also mit der Tunnelbana dorthin, um dann festzustellen, dass ich eher da war als die Beiden. Nach einer halbe Stunde, die ich total müde und leicht erkältet in der Sonne verbrachte, kamen sie endlich. Ich kümmerte mich dann um Erik, wir schauten uns die neuen Autos an, während Bertil den Autokauf fest machte.
Nach einer Stunde ging es dann endlich nach Hause und Erik und ich schliefen bei der zweistündigen Heimfahrt (dank des Verkehrs) ein… Zuhause wurde dann schnell Abendbrot gemacht und dann ging es für uns alle ziemlich zeitig ins Bett, schließlich musste ich am nächsten Tag wieder fit sein!

Am Dienstag war ich dann nach 10h Schlaf halbwegs fit und machte mich wieder eine Stunde später auf den Weg zur Schule.
Dort schrieb ich mit der 1b gemeinsam ein paar Sätze mit den Wochenwörtern ins Heft und dann war die Stunde auch schon wieder vorbei…
In der 3. und 4. Stunde war ich dann wieder in der 2a, wo die Schüler zunächst weiter an ihrem Märchenwochenplan arbeiteten und sich in Mathe mit Schaubildern beschäftigten.
Nach der Mittagspause bereitete ich die letzte Religionsstunde der 4. Klasse vor und dann musste ich auch schon wieder rüber laufen.
Die Stunde verlief super und danach ging ich zurück in die Grundschule, denn die Mathelehrerin der 2b wollte mit mir die Klassenarbeiten der Kinder besprechen. Erik musste ich heute nicht abholen, denn der Kindergarten machte eine Ausstellung der Produkte, die die Kinder angefertigt hatten, was sich die Mama gerne anschauen wollte.
Ich besprach also die Arbeiten und fuhr dann aber doch ziemlich bald nach Hause, schließlich schien die Sonne und diese wollte ich auch noch etwas genießen. :)
Zuhause angekommen war ich sogar alleine und konnte in Ruhe auf der Terrasse entspannen. Eriks Papa hatte aber offensichtlich mal wieder nichts mitbekommen, weswegen er mir eine Nachricht schrieb, wo ich denn mit seinem Kind wäre, da ich ihm das sonst immer schrieb… Kurz etwas erschrocken, beruhigte mich aber die Mama schnell, die dann gerade mit Erik eintraf. :D
Nach dem Abendessen und einem Film war für mich auch dieser Tag schon wieder vorbei.

Am Mittwoch Morgen musste ich dann die 1b wieder vom Sport abholen, denn ihre Klassenlehrerin musste vertreten. Es fehlten ja auch drei Lehrer, die mit Johanna und denn beiden 3. Klassen zur Klassenfahrt aufgebrochen waren.
In den anderen Stunden war ich bei der 2a und in der fünften Stunde durfte ich den Schülern wieder bei ihrer Gruppenarbeit in Religion helfen. Sie hatten echt super Ideen und ich war schon ganz gespannt auf die Ergebnisse. :)
Dieses Mal hatte ich irgendwie weniger Lust auf Musikunterricht, weswegen ich unten im Lehrerzimmer lieber mit einer Lehrerin ins Gespräch über die unterschiedlichen Lehr- und Schülertypen kam.
Danach machte ich mich auf den Weg nach Hause, leider war das Wetter wieder total regnerisch und als ich Erik abholte, war er mit seiner Dagisgruppe draußen und total durchgefroren, weswegen wir zuhause schnell warmen Tee machten und dann auch noch ein warmes Bad nahmen, also Erik nicht ich. :D
müde, nass und kalt :(

Wir planschten dann mal wieder so lange, bis der Papa nach Hause kam und es Zeit fürs Abendessen war. Das blöde Wetter machte uns alle ziemlich müde, weswegen wir dann auch schnell ins Bett gingen.

Am Donnerstag hatte sich vom Wetter her leider nicht geändert, allerdings musste ich mich heute warm anziehen, denn ich sollte die 1a in den Humlegården begleiten. Die Kinder störte es absolut nicht, dass es regnete, schließlich waren sie das vom Dagis auch nicht anders gewohnt. Ich hatte schon mehr ein Problem damit, denn ich war gerade auf dem Weg der Besserung und durfte jetzt ne Stunde im Regen stehen… aber na gut, am Ende hat es mir zu Glück nicht geschadet. :D

verregneter Ausflug in den Park...
Etwas durchnässt ging es dann wieder zurück in die Schule. Auf dem Weg dorthin war mir eingefallen, dass die Klasse gar kein Abschiedsgeschenk für ihr Klassenlehrerin organisiert hatte. Ich fragte sicherheitshalber nochmal eine Mama, die bei uns auch Lehrerin war, aber sie verneinte es auch, weswegen wir beide dann organisierten, dass alle Kinder ein buntes Blatt bekamen und darauf einen kleinen Abschiedsgruß schreiben sollten. Die Mama schrieb den Eltern dazu dann nochmal eine Mail, damit sie ihre Kinder auch dran erinnern würden.
In der 3. und 4. Stunde ging es dann für mich wieder raus, denn ich begleitete die Klasse 2 zum Theaterstück der vierten Klassen in die Aula. Die schwedische vierte Klasse führte die "Geistervilla" auf und machten das echt super. :)
Danach ging es für die letzte Stunde wieder in die Grundschule, wo die Kinder dann begannen ihr Muttertagsgeschenk (gefaltete Herzbox, in Schweden ist Muttertag immer erst der letzte Sonntag im Mai) mithilfe eines YouTube-Videos zu basteln. Danach war dann aber auch schon Schluss und ich machte mich auf den Weg nach Hause.
Dort angekommen konnte ich noch etwas essen, bevor ich dann wieder in den Nieselregen raus durfte, um Erik abzuholen. Er schlief dann auch relativ schnell wieder im Kinderwagen ein und ich ließ ihn dann auch einfach mal schlafen, denn er war echt fertig… Nach dem Nachmittagsschlaf spielten wir noch etwas und dann kam auch schon der Papa zum Abendessen kochen…
Danach konnte ich wieder Cobra 11 gucken und dann ging es für mich auch schon ins Bett. :) 
 
Am Freitag Morgen half ich einer Lehrerin aus der Vorschule und bereitete ein Klassenzimmer zum Film gucken vor, danach lief der Freitag wieder wie die anderen auch ab. Bis auf, dass ich wieder alleine vor der Deutschgruppe von der ersten Klasse stand und wir gemeinsam die Woche beendeten. :)
Nach dem Unterricht bereiteten wir noch die nächste Woche vor, begrüßten die Heimkehrer von der Klassenfahrt und dann half ich einer Lehrerin noch beim Vorbereiten, bevor ich dann die Abschiedskarten, die ich für alle Lehrer schreiben wollte, vorbereitete. Danach ging es aber nicht nach Hause sondern Richtung Bromma, denn unser Grundschuldirektor gab heute seine Abschiedsfeier, denn auch er ging zurück nach Deutschland, allerdings war er sechs Jahre hier.
Wir trafen uns alle zusammen an der Bushaltestelle und liefen dann gemeinsam zum Haus. Dort wurden wir mit einem Sekt empfangen und dann gab es lecker Fischsuppe und Torte. :)
Wir unterhielten uns alle ganz super und es war echt super, alle Lehrer mal in einer anderen Atmosphäre kennenzulernen.
Johanna und ich waren dann auch die Letzten die gegangen sind, weswegen wir noch etwas beim Aufräumen mit halfen. :)
Gegen halb 1 war ich dann endlich zuhause und fiel müde ins Bett.

Am Samstag gab es wieder ein gemeinsames Frühstück, danach baute ich mit Erik wieder mal eine Bude.

Budenbau ^^

Und dann machte ich mich auf den Weg in die Stadt, eigentlich um was abzuholen, was dann aber leider nicht so klappte, wie ich es wollte. Also fuhr ich wieder nach Hause, um mich dort fertig für den Mädelsabend zu machen. :)
Johanna und ich wollten uns mit dem Mädchen treffen, mit dem ich hier schon einige Male essen war und gemeinsam kochen und spielen bei ihr Zuhause, was von mir aus zum Glück nicht so weit war, weswegen ich auch das Auto von Vera bekam. :)
Der Abend war echt lustig, erst ging es einkaufen, dann zu ihr nach Hause etwas quatschen, dann fingen wir alle zusammen langsam an zu kochen, später aßen wir gemeinsam und dann spielten wir eine Runde "Zug um Zug". Gegen 11 machten wir uns dann alle auf den Heimweg, wobei ich dieses Mal den kürzeren Weg hatte, was ja nicht oft vorkommt. :D

Am Sonntag planten wir dann beim Muttertagsfrühstück einen kleinen Familienausflug, die Eltern wollten gerne in ein ziemlich großes Gartenhaus fahren, um Pflanzen für das neugebaute Gewächshaus zu kaufen, und ich wurde gefragt, ob ich mit wollte. Es sei dort doch so schön, man müsse das mal gesehen haben. Am Ende hab ich natürlich nicht viel davon gesehen, sondern durfte mich um Erik kümmern…

fasziniert von den Hühnern, die am Spielplatz im Gartencenter wohnen :)

irgendwie muss man die Kinder ja beschäftigen^^
Nachdem wir mehr als zwei Stunden im Gartencenter verbracht hatten, fuhren wir dann noch zu einer Gaststätte, wo es leckeres Buffet gab und wir uns die Bäuche vollschlagen konnten. :)
Nach einem kleinen Spaziergang am Hafen entlang, ging es dann vollgefuttert nach Hause. Erik schlief im Auto ein, weswegen er dann noch etwas zu Hause auf der Couch schlafen durfte.
Abendbrot gab es dann für mich keines mehr, dafür ging es ziemlich bald ins Bett. :D

Am Montag wurde ich netterweise von der Sonne geweckt. Endlich ist auch der Sommer bei uns angekommen! Nur leider begann mit dieser Woche auch die letzte volle Schulwoche… Es geht nun mal bald aufs Ende zu… :(
Wie jeden Montag begann es wieder in der 2a, nur dass es dieses Mal keine Wochenwörter mehr gab, sondern die Schüler weiter an ihren eigenen Märchen schreiben sollten.
In der vierten Stunde übernahm ich wieder den Deutschunterricht in der halben Gruppe der 1b, denn die Vertretung begleitete die 3d zur Theateraufführung der anderen vierten Klasse, kam aber in der fünften Stunde zurück, weswegen ich nur eine Stunde alleine machte.
Nach der Mittagspause wollte ich mir nämlich auch gerne das Stück anschauen und lief deswegen wieder ins Gymnasium, dort musste ich ja auf jeden Fall hin, wegen der Nachhilfe in der 7. Stunde.
Die Klasse hatte kein einfaches Stück, denn es ging um die Kinderrechte, dafür machten sie es aber wirklich sehr gut!
Meine lange Pause war damit auch überbrückt und danach war schon wieder die letzte Nachhilfestunde angesagt, denn nächsten Montag ist Nationalfeiertag. :/
Wir fassten nochmal alles, was wir gemacht hatten zusammen und dann war die Zeit auch schon wieder vorbei und wir verabschiedeten uns voneinander.
Ich machte mich dann auf den Weg nach Hause. Bei schönstem Sonnenschein machte es gleich viel mehr Spaß. :)
Leider konnte ich das nicht mehr so genießen, denn Erik und ich sollten heute baden gehen, hatte die Mama uns gesagt… also planschten wir wieder den ganzen Nachmittag in der Badewanne. Dafür aßen wir dann das Abendbrot draußen in der Sonne. :)

Am Dienstag konnte ich wieder etwas länger schlafen, auch wenn ich dieses Mal fürher von der Sonne geweckt wurde.
In der Schule kam ich dafür pünktlich an. Dieses Mal durfte ich wieder bei der Vertretungslehrerin im Deutschunterricht der ersten Klasse sein, was komisch war, denn eine Woche vorher hatte ich noch ihren Unterricht übernommen….
Danach ging es in die 2a, wo sie wieder Matherätsel lösen mussten. Nach der Mittagspause ging es weiter am Märchen schreiben und dann war der Tag auch schon wieder fast rum… Das geht in letzter Zeit echt immer schneller hab ich das Gefühl. :(
Ich kopierte nach dem Unterricht noch einiges für den nächsten Tag und dann machte ich mich auf den Weg nach Hause.
Erik wollte nach dem Kindergarten bei dem schönen Wetter gerne seine Freunde besuchen, da Hugo aber nicht zuhause war, gingen wir zu dessen Cousin, wo sie eine Weile auf dem Trampolin verbrachten und dann zu ins Haus spielen kamen. Ich konnte so schön die Sonne auf der Terrasse genießen und die beiden Jungs spielten miteinander bis es Abendessen gab. :)
Die Sonne machte aber auch ziemlich müde, weswegen wir nach dem Essen alle wieder ins Bett gingen.

Am Mittwoch lief alles wie immer. In den ersten beiden Stunden schrieben die Schüler der 2a einen kleinen Test, den ich dann am Nachmittag noch korrigieren musste. Es gab zwar keine Note mehr drauf, aber es war die letzte Arbeit der Parallelklasse und ich wollte wissen, wie er bei uns ausfallen würde.
Nach der Schule holte ich Erik wieder ab, der gerade einen Freund zu uns einlud, weswegen wir dann auch schnell nach Hause mussten. Leider kam er nicht gleich, und Erik schlief mir auf dem Schoß ein.

einfach eingeschlafen...
Nachdem ich ihn irgendwann auf die Couch gelegt hatte, wachte er dann auch bald auf. Und erst als der Papa zuhause war, kam der Freund zum Spielen, leider wollten wir da dann auch gerade schon essen…
Nach einem kleinen Theater konnten wir dann alle endlich essen und den Tag beenden.

Der Donnerstag begann stressiger als die anderen Tage zuvor, denn leider waren massenhaften Autos unterwegs, warum konnte sich bei dem schönen Wetter keiner erklären, aber ich kam deswegen leider zu spät in die Schule, obwohl ich wieder auf die Hälfte der 1a aufpassen sollte… Ich konnte zum Glück meiner Mentorin Bescheid geben, so dass Johanna einspringen konnte, aber es war schon echt ärgerlich.
Ich kam dann am Ende zwar nur 15 Minuten zu spät, aber die erste Stunde hatte ich damit schon halb verpasst…
Nach der Frühstückspause verbrachte ich die nächsten zwei Stunden mit der 2b im Humlegården, aber dieses Mal war das Wetter einfach nur traumhaft. :)
In der Stunde nach der Mittagspause machte ich mit der 2a kein Sachunterricht, sondern wir übten noch ein letztes Mal für die kleine Theateraufführung, leider fehlte nächste Woche nämlich eine Schülerin schon, und deswegen mussten wir es schon am Freitag aufführen.
Die Klasse übte super und danach war auch dieser Schultag schon wieder um.
Im Lehrerzimmer beschäftigte ich mich dann mit den kleinen ""Tests" und korrigierte diese mithilfe der Lehrerin, die ihn konzipiert hatte.
Eigentlich war auch Notenkonferenztag, aber ich konnte nur zu der von der 1a bleiben, dann musste ich leider schon gehen…
Mit Erik machte ich dann ein kleines Gartenpicknick.

Vorbereitung fürs Picknick :)

Als ich rein ging um die Melone wieder in den Kühlschrank zu stellen, schlief der Kleine einfach auf unserer Picknickdecke ein… Ich ließ ihn dann auch etwas schlafen.

schon wieder eingeschlafen... und das bei dem schönen Wetter :D

Danach spielten wir noch im Garten mit der Frisbee und dann war es auch schon wieder Abendbrots- und dann auch bald Schlafenszeit.

Der Freitagmorgen begann mit Schwimmsachen packen, denn ich wollte das gute Wetter nutzen um mal ein Freibad anzutesten. Aber erstmal war ja wieder Schule angesagt, als ich dort ankam, überfiel mich meine Mentorin mit der Information, dass heute "Studentenabschluss" an unserer Schule sei. Ich wusste gar nicht was sie meinte, aber als ich dann etwas von Prüfungen und Abschluss hörte, war klar, dass sie die Abiturienten meinte.. :D
Ich sollte unbedingt zu deren "Feier" gehen, die um 9Uhr stattfand. Na gut, Johanna wollte da auch hin, also entschieden wir uns, uns das einmal anzuschauen.
Als wir am Gymnasium ankam, waren dort schon ziemlich viele Verwandte der Abiturienten und hielten Schilder nach oben. Wie wir später mitbekamen, gestaltete jede Familie für ihre Kinder, die Abschluss machten, ein kleines Plakat mit Babyfoto und Glückwünschen drauf. Dieses wurde dann hochgehalten.
Zunächst ließen sich die Abiturienten auf einem kleinen Balkon von ihren Familien feiern und dann hatten die Elftklässler einen Programm mit Spielen vorbereitet, vergleichsweise so wie bei uns in Deutschland. Nur dass sich bei uns die Lehrer zum Depp machen müssen. :D

Abschlussfeier ;)

mit ein paar lusigen Spielen


Johanna und ich waren jetzt nicht sooo vom Hocker gerissen, aber es war ganz witzig mit anzuschauen, was sie sich überlegt hatten. Leider zerriss ich mir beim Hinsetzen auf eine Umrandung mein Kleid, weswegen sich mein Plan für den Tag änderte. Es ging nach der Schule nicht baden, sondern zu H&M, wo Johanna zufällig auch hin wollte.
Aber nun nochmal zum Schultag, nach der Feier gingen wir, ich mit Loch im Kleid, zurück in die Grundschule, wo ich den Kindern im Rest der vierten Stunde ihre kleinen "Tests" wieder gab und ihnen mitteilte, dass ich total begeistert war, wie sie diese gelöst hatten.
In der letzten Stunde war es dann endlich so weit, die Mosesgeschichte sollte aufgeführt werden. Und das machten alle Gruppen SO GUT, das hätte ich von einer 2. Klasse nie erwartet! Ich war total begeistert. :)
Nach dem Unterrichten musste ich noch das Abschiedsgeschenk selber "binden" und dann quatschten wir noch etwas im Lehrerzimmer und dann machten wir uns auf den Weg in die Stadt…

Abschiedsgeschenk ;)

Typisch Mädchen wurde aus, nur mal schnell das Kleid nachkaufen, eine kleine Shoppingtour, bei der es am Ende nicht nur das eine Kleid gab, sondern drei und ein Paar offene Schuhe. :D
Danach ging es noch gemeinsam lecker Pizza essen und dann war es auch schon wieder halb 9 und wir fuhren alle beide nach Hause.

Der Samstag startete wieder mit einem gemeinsamen Frühstück, allerdings nur zu Dritt, denn der Papa unternahm etwas mit seiner 90jährigen Tante und seinem Cousin und musste deswegen eher los.
Nach dem Frühstück pflanzte ich mit Erik die Blumen, die sie letzte Woche gekauft hatten ein. Während die Mama das Gewächshaus putze.
Gegen 12 machte ich mich dann auf dem Weg zu einem Bad, was sowohl Frei- als auch Hallenbad war. Es schien zwar heute die Sonne, allerdings wehte auch ziemlich frischer Wind, weswegen ich mich entschied meine fünfzig Bahnen lieber drinnen zu schwimmen. :) Danach wurde noch etwas im Whirlpool und in der Sauna entspannt, bevor es dann wieder zum gemeinsamen Familiengrillen, mit Tante und Cousin, nach Hause ging. :) 

 

Jetzt sind es nur noch drei Wochen, bis ich endlich meine Familie wieder in die Arme schließen kann, gleichzeitig bekomme ich jedes Mal bei dem Gedanken, bald nicht mehr jeden Tag in die Schule zu gehen bzw. auf den kleinen Erik aufpassen zu dürfen, jetzt schon Tränen in den Augen… Aber wie heißt es so schön: Man soll gehen, wenn es am schönsten ist… und dann ist das wohl jetzt bald der beste Zeitpunkt. Auch wenn es noch nicht ganz zu Ende ist, kann ich jetzt schon sagen, dass ich verdammt viel gelernt hab, und nicht nur, was den Beruf angeht! :)

Woche 6: Von Sonne zu Regen

Sonntag, 15.05.2016

Die Woche sechs begann viel Sonne, aber leider mit Aussicht auf Regen… :( Aber der Montag war noch traumhaft sonnig. :)
In der Schule startete ich kurz in der 2a, musste dann aber für die Einschreibung in unsere Tagespraktikumsschulen etwas eher aus dem Unterricht gehen (mittlerweile weiß ich, dass ich das Alles nochmal machen darf… ein Hoch auf die Organisation der Universität Leipzig…).
Die Deutschstunde in der 2b verbrachte ich dann damit von den schwedischen Kindern zu erraten, was sie über das lange Wochenende gemacht hatten. :D
Pünktlich in der 4. Klasse angekommen, ging es hier weiter mit den Symbolen des Christentums und dann musste ich mich wieder einigen Fragen während der Mittagspause stellen. Danach genoss ich die Freistunden in der Sonne bevor es dann in der Nachhilfestunde um die Wochenwörter und Satzglieder ging. Zuhause musste ich dann auch gleich Erik abholen, der wieder einschlief noch bevor ich den Kinderwagen aus dem Dagis geschoben hatte… :/
Ich ließ ihn dann im Kinderwagen schlummern und genoss selbst die Sonne auf der Terrasse. :) Als der Papa dann nach Hause kam, wachte er auf und kurze Zeit später stand dann auch zufällig der Freund von Erik vor der Tür und wollte ihn zum Spielen holen. Nur leider war es auch schon fast Zeit fürs Abendessen, weswegen das Spielen nur 20 Minuten dauerte… Die Mama holte ihn dann ab und nach dem Essen ging es für alle ins Bett.

Am nächsten Tag war für mich keine Schule, denn ich musste zum Arzt. Keine Sorge alles gut, aber für diese Diagnose musste ich ganze 200€ zahlen. Dafür hab ich jetzt eine Personennummer für alle weiteren medizinischen Notfälle und weiß, dank der deutschen Ärztin, dass ich nur Probleme mit dem Rücken hab. :D Leider musste ich in der Praxis so lange warten, dass es sich nicht mehr lohnte in die Schule zu fahren. Ich erledigte dann noch schnell etwas in der Stadt und machte mich dann auf den Weg nach Hause um Erik abzuholen.
Eigentlich wollten wir zu seinem Freund, damit er heute etwas länger mit ihm spielen konnte, nur war der leider nicht da, weswegen wir dann etwas auf dem Spielplatz spielten.

auf dem Weg zu Eriks Freund :)

Schon bald ging es zum Abendessen rein und dann auch ins Bett…

Am Mittwoch ging es dann aber wieder normal in die Schule, schließlich sind es nur noch vier Wochen und ich muss noch jede Minute mit den Kindern genießen! :) Auch wenn ich das Gefühl nicht los werde, dass die Zeit einfach nur so dahin rennt… :(
In der 2a war am Dienstag ziemlich viel passiert, die Kinder hatten sich mit Ausnahmeregeln im Deutschunterricht beschäftigt, womit es heute auch zwei Stunden weiter ging. Nach der Frühstückspause ging es dann in Mathe weiter mit Uhrzeiten, die meine Mentorin am Vortag eingeführt hatte und im Sachunterricht wurde das Laufdiktat von gestern wieder zurückgegeben und dann ausnahmsweise mal etwas gespielt. :) In der Mittagspause trafen Johanna und ich uns mit Mario, mit dem ich versucht hatte, Kungsholmen zu umrunden, denn wir hatten vor am Wochenende dem Eurovision Songcontest-Wahnsinn zu entfliehen und mit der Fähre nach Finnland zu fahren. Der eigentliche Plan war Helsinki, allerdings musste man dafür 21 Jahre sein und ich war die Einzige, die diese Alter schon erreicht hatte. :/ Deswegen entschieden wir uns, nach mehrfacher Absicherung bei der Rederei für Turku… Am Freitag sollte es losgehen :)
Nachdem wir das besprochen hatten, gingen Johanna und ich wieder zurück in die Schule und aßen schnell noch etwas zum Mittag bevor die Klasse 2a dann einen schwedischen Film zur Mosesgeschichte guckte. In der anschließenden Stunde musste ich nicht unbedingt dabei sein, denn die Musiklehrerin entschied mit den Kindern lieber noch etwas den, für morgen, anstehenden Test vorzubereiten.
Ich verbrachte die Stunde im Lehrerzimmer und bereitete noch etwas vor, bevor ich dann nach Hause fuhr um Erik abzuholen. Dieses Mal hatten wir Glück sein Freund war bei seinem Cousin, der gleichzeitig in unserer Straße wohnte und wo er mit spielen durfte. Ich wurde freundlich nach Hause geschickt. Ich freute mich schon etwas auf der Terrasse zu entspannen und die Kinder von dort aus im Blick zu haben… Allerdings wurde daraus nichts, denn die Jungs entschieden dann zu dem Freund nach Hause zu gehen und zu gucken, ob seine Eltern schon zuhause waren… Damit nicht drei 4-/5-Jährige alleine unterwegs waren, schlich ich mich hinterher, ohne dass er es zwingend mitbekam. Die Drei entschieden dann zu einem anderen Kindergartenfreund zu gehen, von dort wurden sie allerdings nach 10 Minuten abgeholt und nach Hause gebracht, denn es Abendbrotszeit. Zuhause wollte er dann unbedingt mit seinem Papa spielen, ich verstand gar nicht genau warum, aber als ich dann hörte, was sie spielten, wurde es mir klar. Denn ich hatte vor einigen Tagen mit der Mama geredet, dass wir "Krieg" spielen nicht so schön fänden und seit dem fragt er mich gar nicht erst, sondern nur noch den Papa… Ich durfte dann mit ihm noch etwas "Barnkanal" gucken, während der Papa dann Abendessen machte.. Danach ging es für alle ins Bett und ich schaute nach dem Aufräumen noch etwas TV.

Am Donnerstag ging es in der 2a weiter mit den Ausnahmeregeln. In anschließenden Freistunde überlegte ich mit meiner Mentorin, wie wir die Kinder dazu bringen könnten, endlich aufzuhören Schimpfwörter zu benutzen… Wir wollten es dann in der letzten Stunde einfach mal mit einem Gespräch im Sitzkreis versuchen. Nach der Frühstückspause musste ich dann erstmal mit der förderbedürftigen Schülerin aus meiner Klassen den schwedischen Sachunterrichtstest schreiben. Das war vielleicht was… Ich verstand die Aufgaben nicht mal wirklich und sie hatten dazu absolut nichts mehr im Kopf weswegen wir dann irgendwie versuchten mit Hilfe bei der Übersetzung irgendwas, wenigstens auf Deutsch hinzuschreiben… Leider klappte das nicht ganz so gut.. :( Im anschließenden Matheunterricht nahm ich mir den Clown von letzter Woche mal alleine aus der Klasse… Er wird auch ohne andere Kinder relativ schnell abgelenkt und schweift schnell vom Thema ab. Löst die Aufgaben nach langem Zureden dann aber doch. :)
Die anschließende Mittagspause verbrachte ich mit Johanna und sprach nochmal über ein paar Schüler und deren unterschiedlichen Probleme bevor es dann mit der letzten stunde los ging. Irgendwie verlief das Gespräch über die Schimpfwörter nicht wirklich wie geplant, denn die Kindern sahen gar nicht ein, auf diese zu verzichten, schließlich benutzten ihre Eltern diese auch.. Naja gut ich mischte mich dann nicht weiter ein und dann war die Stunde auch leider schon vorbei.. :/
Ich blieb dann noch etwas in der Schule, denn der Papa hatte heute das Entwicklungsgespräch im Kindergarten mit Erik und brachte diesen dann halb 5 selbst nach Hause. Meine Mentorin nahm mich dann zu einem Gespräch mit unsere Schulpsychologin mit, bei der wir über einen Schüler aus unserer Klasse sprachen. War echt interessant, was sie da so für Lösungen fand. :)
Kurz nachdem ich dann nach Hause kam, kamen auch Erik und sein Papa vom Kindergarten. Der Papa war dann "so müde", weswegen Erik und ich dann mit seinem Laufrad noch ein paar Runden drehten. :)
Pünktlich zum Abendessen waren wir dann wieder zuhause und ich konnte nach dem Essen wieder den TV für mich beanspruchen. :)

Am Freitag war dann wieder ein normaler Schultag, wir überprüften die Wochenwörter und die Lesehausaufgabe in der 2a. Dann ging ich mit meiner Mentorin wieder in die 1b, da die Vertretungslehrerin für die Schwangere, freitags nicht da war, übernahm ich die Gruppe alleine, damit meine Mentorin normal weiter mit ihrer Gruppe arbeiten konnte. :) Wir übten dann mit einem Wochenwörter-Bingo, eben diese Wörter und lasen gemeinsam den Übungstext.
In der anschließenden Mathestunde ging es weiter um die Uhr und ich ging wieder mit dem einen Schüler nach unten in einen Extraraum. Dieses Mal klappte die Division schon besser. :)
Danach war Mittagspause und ich besprach mit meiner Mentorin das nächste Thema im Religionsunterricht. Ich hatte die Idee, die Kinder in Gruppen aufzuteilen und diese verschiedene Parts aus der Mosesgeschichte selbst nachzuspielen. Man könnte dies perfekt verbinden mit Deutsch und der Einführung der wörtlichen Rede, die man bräuchte um den Text selbst zu schreiben. Und auch für den Kunstunterricht würde sich dieses Thema anbieten, denn hier könnten die Kinder selbst ein paar "Kostüme" basteln. Meine Mentorin gefiel der Gedanke und überließ mir die Planung. :)
In der letzten Stunde war dann Kunstunterricht, in dem die Kinder an Gruppentisch mit Wasserfarbe ein "Pustebild" machen sollten. Der Klassenlehrerin gefiel diese neue Sitzordnung und tat den Kindern einen riesen Gefallen, als sie spontan beschloss, die Tische so stehen zu lassen..
Nach dem Unterricht bereitete ich mit ihr dann noch den Deutschunterricht für die 1b in der nächsten Woche vor und dann noch etwas meinen anstehenden Religionsunterricht in der 4d. Johanna und ich hatten dann noch bis 18Uhr Zeit, denn erst dann mussten wir am Hafen sein. Wir unterhielten uns noch etwas im Lehrerzimmer bis eine Kollegin dazu kam, die ich in vielen Sachen nur als Vorbild nehmen kann. Sie teste an uns dann ihre konzipierte Mathearbeit (Lernzielkontrolle) für die 2b aus und besprach dann gemeinsam mit uns die Aufgaben und fragte uns nach unserer Meinung. War echt interessant mal bei so einer Konzeption dabei zu sein, denn bisher kenne ich es nur, dass etwas aus Büchern gesucht wird, kopiert, zusammengeschnitten und kopiert wird, ohne weiteren Hintergrund… :/ Aber die Arbeit ist dank unserer Hilfe nun perfekt! :)
Gegen 17.30Uhr machten wir uns dann auf dem Weg zum Hafen, gingen noch einmal kurz einkaufen und dann trafen wir den Mario. Gemeinsam checkten wir ein und warteten bis wir endlich aufs Schiff durften. Genau wie man es sich vorgestellt hatte. Ein riesen Schiff, auf dem man alles fand.

auf geht's in die Galaxy :)

Eine schicke Pianobar, schicke Restaurants, eine Cafeteria, ein Pub, einen Club und eine Bühne, wie man sie aus dem "Traumschiff" kannte. Unsere Kabine war zwar klein, aber hatte ein Fenster. :) Wir schauten uns dann das Schiff etwas genauer an und einigten uns dann auf die Show am Abend.

ziemlich zügig aber alles muss dokumentiert werden! :D

Zuvor aßen wir noch unser mitgebrachtes Abendessen und dann machten wir uns auf den Weg. Die Show war ganz nett, nur fehlten die Torten am Ende :D

Tanz- & Singshow auf dem Schiff :)

Leider fehlte uns auch eine Stunde, denn Finnland ist uns eine Stunde voraus und so war es plötzlich schon halb 1 und wir entschieden uns für das Bett… Schließlich legte das Schiff schon um 7Uhr wieder an. Nach ganzen 4 1/2h Schlaf stand dann die Putzfrau halb 7 bei uns im Raum und erzählte uns irgendwas auf finnisch. Wie wir dann mitbekamen, waren wir die letzten auf dem Schiff und mussten raus aus der Kabine, denn anders als Mario gedacht hatte, konnten wir nicht drauf bleiben, bis es wieder losfuhr (was ich ja nicht schon am Vorabend gesagt hatte, aber gut..). Also stressten wir uns etwas, um schnellst möglichst vom Schiff zu gehen. Total übermüdet und noch gar nicht richtig wach, waren wir dann also im verregneten Turku…Auch nach einem Kaffee wurde das Wetter nicht besser, dafür aber meine Stimmung. Wir liefen dann von einem Einkaufszentrum zum anderen und versuchten wenigstens ein bisschen von der kleinen, finnischen Stadt zu sehen. Entschieden uns dann aber nach einem kleinen Spaziergang durch einen Park (ausnahmsweise mal ohne Regen) für eine Runde Billlard. :) Aus dieser einen wurde für Johanna und mich dann aber noch eine, während Mario alleine was Essen ging.

mittelalterliche Burg in Turku :)

der schöne verregnete Dom in Turku

hoch konzentriert der Billiard-Neuling :D

nieseliger Rückweg zum Schiff

Total übermüdet und geschafft machten wir uns dann wieder Richtung Hafen, wo wir noch 1 1/2h auf das Schiff warten mussten.

den Rückweg mit der Princess :)

Endlich auf dem Schiff wollten Johanna und ich dann nur 2h schlafen, um dann noch etwas von der Show mitzubekommen. Allerdings waren wir so müde und durchgefroren, dass aus zwei Stunden vier wurden und wir ganz erschrocken halb 1 aufwachten, als Mario wieder vom Black Jack spielen wieder kam… Er war nämlich nur duschen und verließ dann das Zimmer, ohne uns zu wecken… Er meinte aber die Show war gar nicht so gut, und vom Eurovision Songcontest bekam man auf dem Schiff auch nicht wirklich was mit. Also entschieden Johanna und ich einfach weiter zu schlafen… Bis zum heutigen Morgen um halb 6 stand dann wieder eine überaus freundliche Putzfrau im Zimmer und wies uns in schwedisch darauf hin, dass wir anlegten und doch bitte die Kabine so bald wie möglich verlassen sollten. Naja immerhin waren wir dieses Mal nicht die Letzten und waren heute auch ausgeschlafen, hatten dafür leider absolut nichts vom Schiff mitbekommen. :( Das Problem war auch, dass uns niemand gesagt hatte, dass es die finnische Zeit war, die auf der Buchungsbestätigung als Ankunftszeit angegeben war.. Dass hieß wir hatten zwar eine Stunde länger Schlaf, waren dafür aber statt um 7Uhr schon um 6Uhr da… Dafür waren die Tunnelbana und die Züge wirklich schön leer, als wir uns dann auf den Heimweg machten. :) Zuhause angekommen, wollte ich eigentlich nur noch unter die Dusche :) Ausgeschlafen hatte ich zwar, aber fürs Duschen war leider keine Zeit mehr… :/
Nach der Dusche hörte ich dann auch, dass Erik schon wach war und so kamen bald alle anderen auch runter und waren total überrascht, dass ich so ausgeschlafen war und tatsächlich keine Party gemacht hatte. :D Ich hatte sogar länger geschlafen als Vera, denn sie hat seit gestern ehemalige Studienfreunde da und war gestern zur Feier des Eurovision Songcontests im Kungsträdgarden und erst halb 2 zuhause.

Nach dem Frühstück fragten sie mich, ob ich mit ins Abba-Museum kommen wollte. Aber ich fand den Eintritt etwas zu teuer, für Etwas, was mich nicht wirklich interessierte und so entschied ich lieber zuhause zu bleiben und die Rue etwas zu genießen. :) Nebenbei endlich meinen Blog aufzufüllen und meinen Unterricht vorzubereiten :)

Woche 7: Die schönste Zeit in Schweden :)

Sonntag, 15.05.2016

Der Montag der Woche sieben startete in der Schule ganz normal mit dem Eintrag in das Wochenendeheft, Verteilen der Dienste. Allerdings gab es dieses Mal keine Wochenenwörter, denn es war schließlich eine kurze Woche, von Montag bis Mittwoch (für mich sogar nur bis Dienstag). :)
Im Deutschunterricht der 2b sprachen wir dann auch wieder über das Wochenende und in der anschließenden Religionsstunde durfte die Klasse 4d mich mal zu meinem Glauben befragen. Überraschenderweise kamen echt gute Fragen, bei dem einige sogar aus eigener Erfahrung mitreden konnten. In der anschließenden Mittagspause wurde das Gespräch beim Essen weiter geführt und danach ging es für mich wieder 2h ins Lehrerzimmer. Dort war plötzlich ganz große Aufregung, denn die eine Lehrerin hatte über fünf Ecken mitbekommen, dass die deutsche Botschaft angeblich für das Wochenende eine konkrete Terrorwarnung hatte. Sie machte alle total nervös, am besten sollten wir keine Tunnelbana mehr fahren und schon gar nicht über den Bahnhof, der aber nun mal leider auf meiner täglichen Strecke liegt. Zumal ich seit Ostern nicht mehr mit dem ersten Direktbus fahre, sondern gleich nach der Schule mit dem Zug nach Hause. Naja… mulmig war mir dann trotzdem die ersten paar Tage… Gut, dass ich ab Mittwoch erstmal das letzte Mal Zug fahren musste. :D Nach der Nachhilfestunde ging es dann nach Hause, wo mir Erik nach dem Abholen unbedingt das Geschenk seiner Mama zeigen musste und wir bei strahlendem Sonnenschein nicht mehr draußen bleiben konnten… Sie hatte ihm ein kleines Modell einer Berliner Straßenbahn mitgebracht, mit der wir nun spielen mussten bis es Abendessen gab… :D
Nach dem Küche putzen ging es dann für mich ins Bett. :)

Dienstag konnte ich dann wieder ausschlafen und danach ging es zur 1b in den Deutschunterricht, dieses Mal mit der Vertretungslehrerin. Diese bat mich dann im Unterricht nicht einzugreifen, wenn Schüler den Unterrichtsfluss stören würden. Schließlich sei sie die Lehrerin und ich nur die Praktikantin, das würde ansonsten ja ihre Autorität untergraben. Na wenn sie meinte… Ich verhielt mich also den Rest der Stunde ruhig… In der anschließenden Pause bereitete ich mit Johanna den Vertretungsunterricht in der 1a vor, denn deren Klassenlehrerin war heute nicht da. Wir improvisierten ein bisschen, ich sprach zuerst mit der Klasse über das "Briefe von Felix"-Buch, was sie gerade lasen und dann schauten wir, dank Smartboard und Laptop im Zimmer, eine Folge aus der Kinderserie. Während dessen hatte Johanna im Lehrerzimmer ein kleines Arbeitsblatt vorbereitet, was wir nach dem Schauen bearbeiteten. Die Kinder waren ziemlich kreativ und hatten viele Ideen bei der Lösung der Aufgabe "Was könnte Felix im Flugzeug denken?". Nach der Vorstellung der Ergebnisse schauten wir noch eine Folge von Felix und dann war auch schon wieder Mittagspause, in der ich die Aufsicht in der Klasse übernahm.
Die anschließenden Stunde war wieder Sachunterricht in der 2a. Ich ging wieder etwas eher um dann mit der 4d rechtzeitig mit dem Thema "Symbole des Christentums" anzufangen. :)
Nach der Stunde musste ich mich dann beeilen nach Hause zu kommen, denn schließlich musste ich noch das "Gästezimmer" (eigentliches Kinderzimmer) für meinen Besuch, der am nächsten Tag kommen sollte, vorbereiten.
Danach holte ich Erik und seine dort gepflanzte Blume ab, die wir heute mit nach Hause nehmen mussten. Auf dem Heimweg besprachen wir was wir heute machen wollte und er war der Meinung lieber drin spielen zu wollen. Ich allerdings wollte noch etwas die Sonne genießen und so überredete ich ihn noch etwas Laufrad zu spielen. :)
Bevor wir zum Abendessen reingehen sollten, musste die Pflanze auch noch ganz schnell in die Erde eingepflanzt werden, denn auf dem Heimweg hatte ich ihm erklärt, was die Blume zum leben alles brauchte und er war der Meinung, dass sie das in ihrem kleinen Töpfchen bald nicht mehr alles hatte. :D Dann mussten wir auch noch kurz zu sehen, wie sie in der Erde gleich ein paar Zentimeter wuchs und dann konnten wir endlich rein gehen.
Ich wollte heute nicht zuhause Abendessen, sondern traf mich wie letzte Woche schon einmal, mit dem Mädchen zum Essen. Dieses Mal in Tumba, also bei mir in der Nähe. Vera hatte mir ein kleines "Lokal" empfohlen. Es war eher eine Kneipe, die Gäste waren etwas merkwürdig, aber das Essen war mega! :) Wir brachen dann gegen 21Uhr auf und ich musste zuhause noch einige Aufgaben für die Schule beenden, denn ich hatte morgen frei, aber der Unterricht für die Anderen musste ja trotzdem weiter laufen.

Am Mittwoch war es dann endlich so weit, aufstehen musste ich trotzdem, wie wenn ich zu Schule gehe, um dann 2h zum Flughafen zu fahren. Dort konnte ich endlich meine beste Freundin und ihren Freund in Empfang nehmen! :) Die beste Zeit meines Schwedenaufenthalts konnte los gehen! Zunächst mussten wir unser gemietetes Auto abholen, danach fuhren wir zu Schule und ich zeigten ihnen etwas wo ich arbeitete. Danach fuhren wir nach Lidingö und ich zeigte ihr meine erste Wohngegend. Danach machten wir uns auf den Heimweg, was ich überraschenderweise sogar ohne Navi schaffte. Bevor wir gemeinsam Erik abholten, mussten wir noch etwas für die nächsten Tage einkaufen. :)
Pünktlich um 16Uhr waren wir dann am Kindergarten und Erik kam auch gleich angerannt, kurz noch etwas schüchtern, taute er spätestens bei der gemeinsamen Klettertour auf. Wir zeigten den Beiden dann noch wie wir uns den Hang hinunter rollen konnten und dann mussten wir uns auch schon auf den Heimwegmachen, denn ich hatte gesagt, dass ich heute das Abendessen für alle übernehmen wollte. :)
Die anderen Drei beschäftigten sich noch mit dem Mitbringsel der beiden Besucher, während ich die Lasagne zubereitete. Nach dem gemeinsamen Abendessen, was allen überraschenderweise echt gut schmeckte, ging es für Erik und Eltern ins Bett. Wir wollten aber lieber noch auf Elch-Spottingtour gehen. Anfangs sahen wir nur viele Rehe, aber sobald es dunkler wurde, kamen auch noch ein paar Elche aus dem Wald und die Beiden konnten ein paar Fotos schießen.
Da sie aber ziemlich früh aufstehen mussten, entschieden wir uns dann bald für den Heimweg, damit wir schnell ins Bett gehen konnten, schließlich stand für morgen die Sightseeing-Tour an. :)

Klettertour mit dem Besuch :)

Donnerstag wurden wir dann alle nacheinander von klein Erik geweckt, aßen gemeinsam Frühstück und machten uns dann zu Dritt auf den Weg in die Stadt. Auch den Weg schafft ich ganz ohne Navi.
Zunächst zeigte ich ihnen die schönen Aussichtspunkte, die bei dem grandiosen Wetter gleich nochmal viel schöner waren und dann machten wir uns in die Richtung von Gamla Stan. Am königlichen Palast angekommen, bemerkte ich beim auf die Uhr schauen, dass wir gerade rechtzeitig zum Wechsel der Wächter vorm Palast kamen. Im nächsten Moment bog dann schon die Parade der Wächter um die Ecke und wir konnten den feierlichen Wechsel mit Orchester, welches auch zu Pferd war, beobachten. War ziemlich witzig wie synchron sie da durch die Gegend hüpften. :D

Guard-Change am königlichen Palast :)

alles schön synchron :D

Nach einigen Fotos ging es dann weiter, uns knurrte schon etwas der Magen und so entschieden wir uns für ein leckeres Burger-Restaurant, was wir auf dem Weg zur deutschen Kirche fanden. :) Gut gestärkt machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Riddarholmen, doch zuvor mussten wir noch an dem Süßigkeitenladen anhalten. :D Mit ein paar Süßigkeiten gewappnet, ließ sich die Sonne gleich noch besser genießen. Wir planten dort dann noch den weiteren Tag und entschieden uns noch für einen Besuch am Fernsehturm "Kaknästurm", von welchem man eine schöne Aussicht auf die Stadt haben sollte… Zuvor musste allerdings noch der Weg zum Auto zurückgelegt werden… Der war irgendwie weiter als gedacht und so waren wir dann ziemlich geschafft. Aber dennoch machten wir uns auf den Weg zum Turm. :) Die Aussicht war jetzt nicht so überragend, da er ziemlich außerhalb stand… :/

noch etwas die Sonne genießen :)

Aussicht vom Fernsehturm
Dafür hatten die Beiden dann wieder Lust auf "Elche gucken" und so machten wir uns auf den Heimweg. Und tatsächlich… wir hatten echt Glück und konnten 12 Elche sehen, die gar nicht mal so weit weg waren ;)

wenn man es weiß, dann sieht man die Elche auch :D
Als es dann wirklich zu dunkel war um irgendwas zu sehen (ungefähr 22:30, es dauert immer länger!!!), machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Bett.

Am Freitag machten wir uns dann nach einem Frühstück mit meiner Gastfamilie auf den Weg in die Stadt, die Beiden wollten gerne ins Vasamuseum, da ich aber nicht nochmal dahin musste, setzte ich sie einfach nur ab und suchte einen Parkplatz für unser Auto, was gar nicht so einfach war. Es war schönes Wetter und viele hatten ein langes Wochenende, auch wenn die meisten Schweden dieses nutzen um in ihr Sommerhaus zu fahren, waren dafür unheimlich viele Touristen unterwegs… Nach einer gefühlten Ewigkeit fand ich dann endlich einen Platz, aber dafür musste man diesen dann auch ordentlich bezahlen… Ich entspannte dann noch etwas mit einem leckeren Heidelbeereis auf der Wiese neben dem Museum und dann waren die anderen Beiden auch schon fertig. Nun hatte der Freund meiner besten Freundin einen Wunsch, er wollte sich an den Strandvägen setzen, was das teuerste Wohnviertel direkt am Wasser war, um dort Auto zu gucken. Na gut… seinen Wunsch wollten wir nun auch erfüllen. :D Ich fand es auf der Wiese zwar gemütlicher, aber gut, womit man Männer glücklich machen konnte. ^^

Blick auf Strandvägen :) (

Nachdem ich dann fast eingeschlafen war, entschieden wir uns noch ins Skansen zu gehen, um dort ein paar Babybären zu sehen. Leider waren diese dann wieder ziemlich schüchtern und nur in ihrem Käfig… Dafür sahen wir Elche, Robben und Wölfe. :)

entspannen im Skansen :)


Leider machten alle Restaurants schon um 18Uhr zu und wir mussten was uns was Anderes suchen… Nur waren wir alle schon ziemlich hungrig, was die Laune plötzlich ziemlich schnell sinken ließ. Wir entschieden uns dann für den Italiener an meiner Schule, wo wir aber auch erstmal hinfahren mussten. Dort angekommen, mussten wir erstmal schlucken… Irgendwie hatte ich die Preise günstiger in Erinnerung und wenn ich jetzt so nachdenke, hab ich tatsächlich den Verdacht, dass sie die im Sommer erhöhen… Naja wir teilten uns dann eine Pizza und eine 12,50Euro Bruscetta und gingen danach noch einen ordentlichen Burger essen. :D Die Laune stieg dann plötzlich wieder und wir machten uns zurück in die Stadt, denn dort wollten wir heute ein paar Sonnenunterungangs- und Nachtfotos von Stockholm machen.

Sonnenuntergang vom Aussichtsberg :)

Nachdem wir drei Aussichtspunkte angefahren hatten, wurden die besten Bilder dann schließlich auf den Gondolen gemacht, auch wenn wir dafür natürlich warten mussten, bis die Sonnen fast ganz untergangen war, was bei dem schönen Wetter schon etwas dauerte…

noch warten bis es dunkel wird... :/
Gegen 23Uhr konnten wir uns dann aber auf den Heimweg machen. :)

Samstagmorgen mussten wir dann nach dem Frühstück kurz ein Auge auf Erik haben, da die Mama der einen Bewerberin für meine Nachfolge absagen musste. :(
Danach konnten wir uns gegen 11 endlich auf den Weg Richtung Nynäshamn machen. Ich fand das die Woche zuvor sooo schön dort, und musste es den Beiden dann unbedingt zeigen. Gemeinsam am Meer sitzen und die Sonne genießen, machte gleich noch mehr Spaß. :)

noch einmal: Nynäshamn :)
Danach stand, genau wie die Woche zuvor bei mir allein, Trosa auf dem Plan. Aber irgendwie war das auch dieses Mal nicht besonders anders und bei genauer Betrachtung auch nicht schöner, beim nächsten Mal lieber Sigtuna… Wie ich jetzt ja wusste, war das Naturschutzgebiet nicht weit, was ich den beiden auch noch unbedingt zeigen wollte, also machten wir uns auf den Weg. Dort angekommen, fanden wir es alle so schön, dass wir entschieden dort zu grillen. :) Dafür mussten wir uns allerdings nochmal auf den Weg nach Trosa machen, denn dort war der nächste Supermarkt, wo wir alles dafür einkaufen gehen konnten. :D Dieses Mal übernahm der Freund das Fahren, weil es einfach schneller ging und ich keine Lust mehr hatte.
Rechtzeitig zum Sonnenuntergang waren wir zurück im Naturschutzgebiet und wir konnten neben dem Grillen auch noch wunderschöne Bilder machen! :)

lecker Grillen :)

Fotos machen im Naturschutzgebiet :)

Der Nachteil daran war dann leider, dass es trotz Grill kalt wurde, sobald die Sonne untergangen war… Deswegen machten wir uns dann auch langsam wieder auf den Heimweg. Ich verbrachte diesen ausnahmsweise mal auf der Rückbank, weil ich fürs Fahren einfach zu müde war… Zuhause stellten wir dann alle fest, dass wir schon Sonnenbrand von dem bisschen "Sonne genießen" bekommen hatten, aber immerhin etwas Farbe. :) Total müde machten wir uns dann ins Bett, denn der Sonntag startete leider wieder ziemlich früh…

Gegen 6Uhr klingelte der Wecker, denn die Beiden mussten schon wieder zum Flughafen, dabei waren sie doch eigentlich gar nicht da gewesen… :( Nachdem sie sich von meiner Gastfamilie verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg und brachten pünktlich das Auto weg und waren dann genau so rechtzeitig am Terminal… Und dann waren sie auch schon wieder weg und ich musste mich auf den zweistündigen Heimweg machen.
Zuhause spielte ich etwas mit Erik, backte mit ihm Eierschecke und schrieb meinen Blog und entspannte etwas bevor es dann abends ziemlich zeitig ins Bett ging..

lecker Eierschecke! :)

Die Zeit vergeht..

Mittwoch, 11.05.2016

Die Woche acht begann wieder, wie immer. Allerdings verbrachte ich die ersten zwei Stunden dieses Mal nur in der Schule.
Dieses Mal übernahm ich den Deutschunterricht der 2a. Natürlich schrieben die Kinder erstmal ins Wochenendeheft und verteilten die Dienste neu, bevor es dann eine kleine Zusammenfassung für den anstehenden Deutschtest am Mittwoch gab.
In der Frühstückspause verabschiedete ich mich dann schon mal von meiner Mentorin, denn ich begleitete die 1a in den "Dramaten" zu einem kleinen Theaterstück.
Wir wollten mit der Klasse dahin laufen, ich hatte natürlich wieder keine Ahnung wo wir hin mussten und auch der Weg kam mir so neu vor. Als ich mir diesen dann aber noch einmal auf der Karte anschaute, stellte ich fest, dass ich dieses auch schon mal gegangen war… Und der "Dramat" war ganz einfach das "Dramatische Theater" in Stockholm an meiner Lieblingsstraße, wo ich auch schon einige Male vorbei gelaufen bin. Stockholm bleibt für mich halt auch nach vier Monaten ein Labyrinth. :D
Das Theaterstück war ganz witzig und für die Kinder echt schön gemacht, zum Glück wurde nicht ganz so viel schwedisch gesprochen, sondern sehr viel gesungen und das in unterschiedlichen Sprachen. :)
Danach machten wir uns wieder auf den Rückweg, leider verpasste ich durch die Begleitung auch meine Religionsstunde in der 4. Klasse. Aber naja… Nach der Mittagspause, die ich dieses Mal in der Grundschule verbrachte, quatschte ich noch eine Runde im Lehrerzimmer mit der Klassenlehrerin der 1a und dann machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Gymnasium, denn ich hatte ja noch die Nachhilfeschüler in der 7. Stunde. In dieser beschäftigten wir uns dann etwas mit dem Dativ- und Akkusativobjekt, was meiner Meinung nach endlich auch mal ganz gut klappte. :D
Für mich ging es danach nach Hause und nach einer kurzen Verschnaufpause zu Erik in den Kindergarten.
Wir wollten eigentlich seinen Freund besuchen, aber dieser hatte leider Basketballtraining weswegen wir uns dann erstmal auf den Weg nach Hause machten. Dort spielten die Nachbarskinder vor unsere Tür und Erik wollte auch noch etwas mit ihnen auf dem Spielplatz.
Er erzählte ihnen zwar, dass ich nur deutsch spreche, aber sie versuchten trotzdem mich auf schwedisch etwas zu fragen und baten mich dann auch sie auf der Schaukel anzuschubsen. Eine wirkliche Konversation kam zwar nicht zustande, aber wir verstanden uns, glaub ich zumindest, ganz gut. :D
Erik war dann gar nicht mehr wegzubekommen und wir verbrachten den ganzen Nachmittag bis zum Abendessen draußen.
Ich unterhielt mich während des Spielens dann auch mit ein zwei Müttern, zunächst in einem Englisch-Schwedisch-Mix, bis sie mir dann verrieten, dass die Eine sogar deutsch sprechen konnte und die Andere es auch verstand, denn sie hatten alle Verwandte in Deutschland. :) Also mixten wir noch eine Sprache mehr dazu. :D
Zur Abendbrotszeit brachte ich Erik dann ins Haus, ich wollte heute nichts zuhause essen, denn ich traf mich mit jemanden, die endlich mal auch, am "Arsch der Welt" wohnte, in Tullinge. :)
Leider verpasste ich den Bus, da ich noch schnell die Küche aufräumte, aber glücklicherweise kam Vera gerade in diesem Moment und bot mir das Auto an, weswegen ich dann sogar zu früh da war.
Im Süden findet man jetzt nicht die besten Restaurants, aber wir konnten zumindest für einen guten Preis satt werden und uns nett unterhalten. :)
Zum Glück war ich dann, Dank des Autos, nicht all zu spät zuhause.

Auch wenn ich am Dienstag dann wieder ne Stunde länger schlafen konnte, bevor ich dann wieder in die Schule musste.
Dort stellte ich noch ein paar Fragen für den Religionsunterricht der 4d zusammen, denn in den Deutschunterricht der 1b musste ich heute nicht mit, da die Vertretung der schwangeren Lehrerin schon mit ihr in der Klasse war.
Nach der Frühstückspause ging es dann wieder in die 2a, wo ich mit der Klasse gemeinsam ein paar Multiplikations- und Divisionsaufgaben ausrechnete, bevor wir uns dem Thema "drei Zahlen - vier Aufgaben" näherten.
Einige Kinder verstanden schnell, dass man dabei ja kaum was rechnen, sondern einfach nur Zahlen jonglieren musste.
Das machte vielen sogar so viel Spaß, dass wir dafür ganze zwei Unterrichtsstunden benötigten. Gut, dass meine Mentorin so spontan in ihrer Planung ist. :)
Nach der Mittagspause gehe ich normalerweise wieder in die 2a, aber dieses Mal war meine zweite Mentorin alleine in der Parallelklasse im Deutschunterricht und so entschied ich mich, ihr dort zu helfen. Zu meiner Verwunderung saß dort auch schon ein zweiter Erwachsener im Raum. Er stellte sich als Vater eines Kindes vor und wie mir meine Mentorin später erklärte, ist es wohl normal an der Schule, dass Eltern die Kinder für einen Tag an der Schule begleiten dürften, um ihr Verhalten im Unterricht zu beobachten (als wäre das das Gleiche, wie ohne :D ). Naja ich verabschiedete mich dann höflich von ihm und machte mich wieder etwas eher auf den Weg zur 4. Klasse, dann konnte sich meine Mentorin wenigstens etwas Zeit nehmen und den Unterricht ordentlich beenden.
Den Religionsunterricht in der 4d begann ich dann erstmal allein, die Kinder waren total "überrascht" von meinem Quiz und bekamen alle Angst, dass sie jetzt einen Test schreiben mussten, wo es am Ende auch eine Note geben würde. Dem war ja nicht so. Ich wollte lediglich wissen, ob jeder einen groben Überblick über das Thema hatte. :)
Nach der Stunde machte ich mich dann total müde auf den Heimweg, um dort noch einmal kurz die Augen zu machen zu können…
Auf den Heimweg nutzte ich die Zeit schon mal um das Quiz auszuwerten, was gar nicht so schlimm war. Scheinbar blieb doch was bei den Kindern hängen, die Frage ist nur wie lange. :D
Zuhause angekommen bemerkte ich, dass mich der Tag schon wieder ganz schön fertig gemacht hatte, und ich legte mich noch einmal kurz eine Runde in mein Bett. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich langsam älter werde und damit mehr Schlaf. Oder dass die viele Sonne den Körper doch ganz schön zu schaffen macht, denn irgendwie geht es momentan jeden so, den ich frage… :/
Auch Erik war total müde als ich ihn abholte und schlief im Kinderwagen ein. Zuhause noch kurz auf dem Sofa ausgeruht, wollte ich dann, dass er bei schönem Wetter nicht die ganze Zeit drin verbringt. Zum Glück waren seine Freunde auch draußen und so konnte ich überreden bei "Nisse" (Spitzname von Nils) mit Trampolinspringen zu gehen. Erst sollte ich zwar mit da bleiben, doch nach einer Weile entschieden sich die Jungs ins Haus zu gehen und Erik meinte, ich könnte ihn da jetzt ruhig alleine lassen. :D Na das musste er mir natürlich nicht zweimal sagen.
Damit der Papa von Erik beruhigt war, schaute ich von zuhause immer mal aus der Haustür, denn von uns aus konnte man das Haus super beobachten. Als es dann Zeit zum Abendbrot war, musste ich Erik natürlich wieder abholen. Ich stellte mich schon auf ein großes Theater ein, aber dem war zum Glück nicht so. Er ging fein brav mit mir nach Hause, schließlich hatte er mittlerweile Hunger. :)
Nach dem Abendessen ging es dann für alle ins Bett. Ich räumte noch schnell die Küche auf und ging dann auch Richtung Bett, denn trotz "Nachmittagsschlaf" war ich schon wieder erledigt.

Der Mittwochmorgen startete wieder wie gewohnt früh. In der Schule waren die Kinder schon ganz aufgeregt, denn heute sollte der angekündigte Deutschtest geschrieben werden.
Ich kümmerte mich wieder um das Mädchen mit Förderbedarf, da es Schwierigkeiten beim richtigen Lesen hatte, gingen wir in einen Extraraum, mit einer, extra für sie angefertigten Arbeit und sie sollte mir laut vorlesen.
Das klappte irgendwie am Anfang gar nicht so gut, was mich etwas böse werden ließ, denn ich wusste, dass sie es konnte, aber in dem Moment einfach keine Lust hatte. Nach einer kleinen Standpauke und viel gutem Zureden, dass ich wusste, dass sie so was eigentlich kann, klappte es dann plötzlich auch wie geschmiert. :)
Sie war zwar nicht einer der Ersten, aber dafür auch nicht eine der Letzten, die fertig waren, erfüllte dafür alle Aufgaben prima und war danach wieder sichtlich stolz, dass sie es fast allein geschafft hatte.
Im Klassenzimmer angekommen, war schon eine gewisse Unruhe, denn Einige waren schon fertig. Ich nahm mir dann nochmal drei Kinder raus, die irgendwie zu langsam gearbeitet hatten und wir setzten uns nochmal in den ruhigen Extraraum, wo es dann, welche Überraschung, natürlich super lief. :)
Man merkte den Schülern dann auch an, dass sie dringend die Hofpause brauchten und auch meine Mentorin und ich waren froh über die Pause. :D
In dieser bereiteten wir dann das Experiment für die anstehende Sachunterrichtsstunde vor, die Klassenlehrerin wollte den Kindern die Aggregatzustände des Wassers zeigen und hatte dafür schon Eis vorbereitet, brauchte nun nur noch einen Topf und eine kleine Herdplatte. :)
Die Kinder waren natürlich begeistert, als sie sie sahen, dass heute etwas gezeigt werden sollte. Einige waren schon echt gut darin den Vorgang vom Schmelzen zu erklären und selbst später das Sieden war für manche gar kein Problem zu erkennen. :)
Die Stunde war nach der Ergebnissicherung im Heft dann auch vorbei und es ging weiter mit Mathe.
Wir blieben nochmal beim Thema "Drei Zahlen, vier Aufgaben". Auch wenn ich das Gefühl hatte nach dem Test und dem Experiment hörte mir keiner wirklich zu, schafften einige Schüler die Aufgaben. Während andere einfach nur das Buch aufgeschlagen hatten und der Meinung waren sie hätten damit alles erfüllt…
Auch die Stunde war schnell vorbei und es ging zur Pause bzw. zum Mittagessen.
Im anschließenden Religionsunterricht behandelten wir die Mosesgeschichte weiter. Der Musikunterricht danach fiel "leider" aus, denn das Fritids hatte einen etwas weiteren Ausflug mit den Kindern geplant und gefragt, ob das okay wäre.
Meine Mentorin und ich machten uns dann auf den Weg ins Lehrerzimmer, wie ich mitbekam war heute eigentlich auch wieder Grundschullehrerkonferenz, nur dass ich daran nicht teilnehmen konnte, da ich Vera nicht Bescheid gegeben hatte.
Naja aber erstmal hatte ich ja noch etwas Zeit und so half ich meine Mentorin beim Korrigieren der Deutscharbeiten. Manche Punktvergabe war gar nicht so einfach, vor allem musste man es ja bei 24 Schülern gleich machen und durfte dem Einen nicht für denselben Fehler, den auch ein Anderer gemacht hatte, etwas abziehen, dem Anderen aber nicht…
Wir teilten uns die Tests auf und waren dann doch relativ schnell fertig. :)
Ich machte mich auf den Weg und meinte Mentorin erwartet "freudig" die Konferenz… nicht :D Aber sie konnte sich nun mal nicht davor drücken.
Aber auch ich musste mich echt motivieren, jetzt gut gelaunt den Kleinen abzuholen, da ich irgendwie schon wieder müde wurde… Und auch das Wetter sah nicht mehr ganz so sonnig aus.
Als ich Erik dann vom Dagis abgeholt hatte, brauchte er nicht mal 5 Minuten im Kinderwagen und war schon eingeschlafen… Also ich war nicht die Einzige, der das Wetter zu schaffen machte. :D
Ich entschied mich dann dafür ihn nicht für den Wald wieder zu wecken, da es eh gerade anfing zu regnen. Zuhause angekommen, legte ich ihn lieber noch etwas auf die Couch, wo er sich noch etwas ausruhen durfte. :)
Irgendwann wachte er dann wieder auf und wir entschieden gemeinsam was zu basteln.
Nach 8h Dagis war er dann aber nicht mehr wirklich zu animieren, weswegen ich dann Anweisung von ihm entgegen nahm, was er sich für Falttiere wünschte.
Es war dann auch bald schon wieder Abendbrotszeit und der Kleine wollte noch etwas "Barnkanal" (Kinderkanal) gucken, bevor es Essen gab. :)
Nach dem Abendbrot räumte ich schnell die Küche auf und dann hatte ich ein Gespräch mit einer zukünftigen Nachfolgerin, die auch gerne mit mir sprechen wollte, bevor sie sich für oder gegen die Familie entschied.
Leider weiß ich mittlerweile, dass sich meine Gastfamilie gegen sie entschied, dabei fand ich sie total nett. :(
Nach dem kleinen Spaziergang machte ich mich dann auch wieder ins Bett. :)

Am Donnerstag durfte ich dann wieder in die 1a gemeinsam mit der Sportlehrerin gehen. Wir teilten die Klasse wieder in zwei Gruppen und sie ging mit einem Teil in den BEwegungsraum, während ich mit den Schülern im Klassenraum blieb. Eigentlich wollte uns die Klassenlehrerin noch Aufgaben da lassen, da dies aber nicht passiert war, spielten wir ein paar Runden "Hangman" und dann war auch schon wieder Zeit fürs Frühstück und den Gruppenwechsel. Mit der anderen Gruppe machte ich dann genau das Gleiche.
In der anschließenden Frühstückspause besprach ich mich mit meiner Mentorin der 2. Klasse, denn mir waren am Vortag drei Kinder im Matheunterricht aufgefallen, wo ich nicht wirklich einschätzen konnte, ob sie das Thema verstanden hatten.
Wir entschieden, dann, dass ich sie mir als Gruppe rausnehmen sollte und einfach nochmal etwas intensiver mit ihnen üben sollte.
Zwei von den Dreien wussten es echt zu schätzen und freuten sich riesig. Außerdem gaben sie mir auch das Gefühl, dass sie echt was verstanden hatten. Der Dritte allerdings alberte die ganze Zeit nur rum und war der Meinung er müsste Clown spielen... Die Aufgaben wurden dann trotzdem mehr oder weniger erledigt und die Stunde war um.
In der Pause korrigierte ich dann noch die Hausaufgaben, die meine Mentorin in der Stunde von den Kindern eingesammelt hatte und aß dann noch eine Kleinigkeit zum Mittag. :)
In der letzten Stunde beschäftigten sich die Kinder noch einmal mit dem Thema "Wasser" und danach war der Schultag auch schon wieder zu Ende. :D
Auf dem Weg nach Hause musste ich mich dann etwas beeilen, denn Vera war heute nach Berlin geflogen und ich musste Erik pünktlich abholen, denn der Dagis schließt einmal im Monat 16Uhr. Ich war dann sogar überpünktlich, halb 4 da und wir machten uns dann auf eine gemeinsame Expedition zum Wald. Leider hatte es die Tage zuvor geregnet und alles war etwas nass und glitischig, weswegen wir aufpassen mussten, nicht auszurutschen.
Nach einem kurzen Besuch bei unseren Ameisen, zeigte mir Erik noch den "Spielplatz", den der Dagis im Wald eingerichtet hatte. Er zeigte mir auch eine kleine Schaukel, die über einen Ast geschwungen war und leider bei dem schlechten Wetter kaputt gegangen war. Beim Versuch diese zu reparieren, rutschte das nasse Seil leider vom Ast runter und das Holzbrett der Schaukel Erik direkt unters Auge.. :( Da war das Geschrei natürlich groß… :/ Mit einem, erstmal nur blauen Fleck, unter dem Auge, konnte man natürlich auch nicht mehr weiter spielen und wir machten uns lieber auf dem Heimweg, wo der Kleine vor Schreck erstmal einschlief. Zuhause angekommen berichteten wir dann dem Papa, was passiert war und stellten fest, dass es auch etwas aufgekratzt war durch die Holzkante. Aber wenn man Erik nicht daran erinnerte, tat es auch nicht weh. :) Wir alberten dann noch etwas rum und mussten natürlich auch der Mama im entfernten Berlin Bescheid geben, was passiert war. Danach schauten wir noch etwas "Barnkanal" und dann ging es auch schon ins Bett. Ich allerdings räumte erst einmal noch die Küche auf, bevor ich dann endlich wieder Cobra 11 auf dem großen Fernseher gucken durfte. :D

Am Freitag klingelte der Wecker zwar ganz normal, allerdings war für mich heute kein Schultag. :) Ich sollte Erik in den Dagis bringen und dann hatte ich mir ein Auto gemietet, um ein paar Städte außerhalb zu erkunden. Für heute standen: Nynäshamn und Trosa auf dem Plan. Zunächst musste ich den kleinen Hüpffloh fertig machen und pünktlich in den Kindergarten bringen. Danach lief ich zum Zentrum von Salem, kaufte mir noch ein Kaffee und eine leckere Kanelbulle und wartete auf den Bus. Dieser brachte mich dann zur Tankstelle, an der ich das Auto gemietet hatte.
Naja von dem kleinen Nissan Migra konnte man jetzt nicht die Welt verlangen, aber es war ein Auto, was mich sicher 376km an diesem Tag kutschierte. :)
Schon etwas schlecht gelaunt stieg ich ins Auto, denn ich wollte ans Wasser und das Wetter wollte einfach nicht besser werden. Aber kurz bevor ich nach Nynäshamn kam, strahlte plötzlich die Sonne vom Himmel, was den Tag gleich um so schöner werden ließ. Ich verbrachte dort ein bisschen Zeit an dem kleinen "Sandstrand" und ging danach noch etwas am Hafen spazieren, wo es dann auch leckeres Mittagessen gab. :)
Nach der Stärkung machte ich mich dann auf den Weg Richtung Trosa, was hieß, dass ich zunächst einmal wieder zurück fahren musste, um dann wieder südlicher zu fahren. :D Trosa war ein kleines, schönes schwedisches Städtchen. Ein Mix aus Sigtuna und Nynäshamn, wobei das Wasser und der Hafen nicht ganz so schön waren. Nach einer kleinen Runde im Ort entschied ich mich also weiter in den Süden zu fahren, und kam plötzlich wieder am Naturschutzgebiet vorbei, wo ich schon mit meinem Besuch Ende Februar/Anfang März war. Nur wurde jetzt alles langsam grün und man konnte sich auf die, von der Sonne angewärmten, Steine setzen. :)
Ich genoss dort also etwas den Sonnenuntergang, bevor ich mich erstmal wieder Richtung nach Hause machte. Irgendwie war es aber noch hell und so richtig Lust auf mein Bett hatte ich auch noch nicht, weswegen ich mich entschied noch einmal nach Lidingö zu fahren. Auf dem Weg dorthin musste ich nochmal bei IKEA anhalten, um ein leckeren Hot Dog zu essen. Gegen 21Uhr kam ich dann auf Lidingö an. Auch hier hatte sich alles etwas verändert, denn der Schnee war weg und die grauen, kahlen Bäume wurden langsam grün. :)
Natürlich interessiert mich auch meine alte Wohngegend, weswegen ich dort auch kurz ausstieg und etwas umher lief.
In dem Zimmer, wo ich einen Monat gelebt hatte, musste wieder jemand eingezogen sein, zumindest war das Fenster auf. :D
Es wurde langsam doch dunkel und nach einem kurzen Zwischenstopp an dem kleinen Hafen, der beim letzten Besuch noch zugefroren war, machte ich mich dann wirklich auf den Heimweg.
Dort angekommen, durfte ich feststellen, das Bertil offensichtlich nicht wusste, was es hieß, wenn ich meinen freien Tag hatte, denn die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld… nicht mal die Spülmaschine hatte er ausgeräumt (wie auch sonst nie)… Also machte ich mich dann etwas frustriert an die Arbeit, damit ich das nicht am nächsten Morgen noch zu erledigen hatte…
Irgendwann gegen 23Uhr konnte ich dann endlich den doch recht schönen Tag beenden. :)

der süße Nissan Migra :)

Nynäshamn etwas entspannen am Mittagessen ;) Naturschutzgebiet bei Sonne :)

ehemaliges Wohnhaus mit offenem Fenster in früherem Zimmer :D na erkennt ihrs? ;) der, beim letzten Bild noch zugefrorene Hafen Lidingös

Samstagmorgen machte ich mich nach dem gemeinsamen Frühstück schnell auf den Weg das Auto weg bringen. Schließlich hatten wir heute was zu dritt geplant. Auch wenn wir uns noch nicht sicher waren, wann es losgehen sollte. Der Papa von Erik stellte dann fest, dass wir, wenn wir den ganzen Tag unterwegs sein wollten, einen Kinderwagen für den Kleinen brauchten, denn den eigenen hatte er beim Abholen am Vortag vergessen (ich musste ihn schließlich UNBEDINGT früh hinbringen damit)… Also überlegten wir uns dann nach einem kleinen Mittagessen loszufahren, denn schließlich mussten wir den Wagen auch noch abholen in Gamla Stan. Was wir nicht mit einberechneten war die Parade für den königlichen Geburtstag, weswegen die ganze Altstadtinsel gesperrt war… Der Papa fuhr dann einfach an den Rand einer Straße und ich musste schnell den Wagen organisieren. Anfangs etwas orientierungslos fand ich aber dann die Straße und den Lampenladen, in welchem ich den Kinderwagen dann mieten konnte. :D
Zurück am Auto fuhren wir dann weiter Richtung Djurgarden, die Insel auf welcher das Vasamuseum ist. Leider war die Auffahrt gesperrt und wir mussten uns einen Parkplatz etwas weiter weg suchen. (Gut, dass wir den Kinderwagen dabei hatten, den konnten wir nämlich mit unserem ganzen Zeug voll packen, es war nämlich schon echt warm, abends ohne Sonne allerdings sollte es ziemlich kalt werden)

Kinderwagen aus dem Lampenladen :D
Gemeinsam machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zum Museum. Wir hatten Glück, dass bei schönem Wetter kaum einer auf die Idee kam, ins Museum zu gehen. :) Der Kleine war schon total aufgeregt, er liebte Schiffe, spätestens als wir die riesen Halle betraten, wo das Schiff stand, war er kaum noch zu halten, der Papa kümmerte sich dann um den Kleinen und ich mich um den Kinderwagen. Allerdings beinhaltete dies auch, dass ich den Aufzug nehmen musste, und die anderen beide die Treppe… Wir versuchten uns zwar immer auf einer Etage zu verabreden, was leider nicht immer glückte. Am Ende waren wir 3h in dem Museum und ich davon circa 1 1/2h im Aufzug :D



alles muss sich genau angeschaut werden! ^^

 

Nach dem Besuch ging es Richtung Skansen, wo wir uns das Walpurgisnachtfeuer anschauen wollten. Dieses ging aber erst um 21 Uhr los, weswegen wir entschieden erstmal was zu essen und uns dann noch die endlich aufgewachten Bären mit ihren Babys anzuschauen. :) Ganze 20sek konnten wir diese sehen, den Rest der Zeit verbrachten sie leider noch drin im Käfig. :( Dafür sahen wir Robben, Elche, Kaninchen und Pfaue. :) Erik war dann noch etwas auf dem Spielplatz und dann ging wir zum Feuer. :)

Faszination Pfau ;D
Pünktlich um 21Uhr wurde dieses, unter Begleitung des Studentenchors von Stockholm angezündet. Erik war in der Zwischenzeit im Kinderwagen schon eingeschlafen, aber der Papa musste ihn dann unbedingt für das Feuer wach machen…

Walpurgisnachtfeuer im Skansen

fast alles verpennt... :D

Leider standen wir nah daran und als es wirklich anfing zu brennen, war es dann relativ schnell ziemlich heiß und der Kleine wollte dann nach Hause. Wir machten uns also dann auf den Weg Richtung Auto und waren dann gegen halb 11 endlich zuhause. :)

Am Sonntag wurde dann wieder gemeinsam gefrühstückt und dann noch etwas gespielt, bevor ich mich fertig machte um in die Stadt zu fahren.
Damit ich direkt die 500kr Pfand zurückbekomme, musste ich natürlich den Kinderwagen selbst weg bringen. Also fuhr ich mit dem am Nachmittag dann in die Stadt, gab ihn wieder ab und trank noch einen Kaffee. Bevor ich mich dann noch mit jemanden traf, mit dem ich dann Kungsholmen mal von der anderen Seite umlaufen wollte. Aber auch das schafften wir nicht ganz, obwohl echt schönes Wetter war, hatte er dann noch einen anderen Termin.

auf den Weg nach Kungsholmen bei traumhafter Sonne :)
Ich machte mich dann auch wieder auf den Heimweg, schaute noch einen Film und machte mich dann auch schon bald fertig fürs Bett. :)

Der Countdown beginnt

Sonntag, 17.04.2016

Es sind nur noch 10 Wochen, die ich wirklich hier bin… Die Zeit verging die letzten Wochen/Monate einfach so schnell, ich kann es noch gar nicht wirklich fassen…

Aber nun erst einmal zu meiner 10. Woche: Montag ging es dann früh raus, obwohl mein Körper irgendwie noch zu kämpfen hatte, denn gefühlt war erst Sonntag, da ich in der Woche zuvor erst Dienstag mit der Schule anfing.
Im Bus mehrere Male eingeschlafen, kam ich dennoch rechtzeitig und ohne länger im Bus sitzen zu bleiben als nötig, rechtzeitig in der Schule an. Dort kam meine Mentorin gleich auf mich zu und überreichte mir eine wunderschöne, selbstgemachte Eule für meinen Schlüsselbund und sogar in meiner Lieblingsfarbe. :) Sie hatte 25 für die Kinder zur Verabschiedung gemacht und auch einige anderen Lehrer hatten so eine tolle Eule an ihrem Schlüssel.

neuer Schlüsselanhänger :)

Danach ging es wie jede Woche in der 2a los mit dem Dienste verteilen, dem Schreiben ins Wochenendeheft und der Bearbeitung der neuen Wochenwörter. Die zwei Stunden waren relativ schnell um. In der Frühstückspause besprach ich mit der Klassenlehrerin der Nachhilfeschüler noch, was ich heute mit ihnen machen sollte, bevor ich dann in die 2b in den Deutschunterricht ging.
Dort besprachen wir auch wieder das Wochenende und teilten kurz die Wochenwörter der letzten Woche aus. Langsam können die Kinder mir auch schwedische Sätze sagen und ich kann sie ihnen auf Deutsch an die Tafel schreiben, klappt zwar nicht immer, aber immer öfters. :D Danach machte ich schon mal alleine auf den Weg zur 4. Klasse im Gymnasium, denn heute sollte es weiter gehen mit der Zusammenfassung von Martin Luther. Wir schafften zwar wieder nicht, dass was ich gedacht hatte, dafür hatte ich dieses Mal das Gefühl die Kinder hatten tatsächlich was verstanden. :) Nach der gemeinsamen Mittagspause mit der Klasse, wo einige sogar tatsächlich nochmal das Gespräch suchten, weil sie noch einige offene Fragen zum Thema "Glauben" hatten, ging ich wieder für zwei Freistunden ins Lehrerzimmer, wo ich den Unterricht für die nächste Woche vorbereiten wollte.
Danach war die Nachhilfestunde auf dem Plan…. Die Klassenlehrerin hatte mir hierfür auch nochmal die selbstgeschriebenen Texte der beiden gegeben, die, milde ausgedrückt, total schwer waren zu verstehen. :/ Ich hatte zwar selbst auch noch nie was von einer "Reizwörtergeschichte" gehört. Aber nachdem ich gesehen hatte, was die beiden schrieben, hatte ich das Gefühl sie waren im Unterricht auch nicht anwesend. Die Aufgabe ist eigentlich ganz einfach, man bekommt drei Wörter vorgegeben, die die Kinder in ihre Geschichte einbringen müssen. Außerdem wird eine genaue Planung der Geschichte vorher verlangt (Einleitung, Hauptteil mit Höhepunkt, Schluss) und das war es eigentlich auch schon… Klingt einfach, ist es aber für schwedische Kinder nicht. Bei dem Mädchen stand zumindest schon mal die Planung und wir mussten uns nur noch auf die Ausformulierung konzentrieren. Bei dem Jungen allerdings war die Geschichte ein total Kauderwelsch, was hieß, dass wir nochmal von vorne planen mussten… Natürlich schafften wir es am Ende nicht, zwei unterschiedliche Geschichten zu schreiben, da musste dann wohl jemand noch was zuhause dafür machen…
Total müde ging es dann für mich erstmal nach Hause.
Zuhause angekommen, legte ich mich zum kurzen verschnaufen einfach mal auf die Couch, wo auch die wunderschöne Sonne drauf schien. Das Wetter war mit 12°C echt bombastisch! :) Kurz nach vier wachte ich dann total erschrocken auf, denn ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich tatsächlich einschlafen würde. Zum Glück rechtzeitig aufgewacht, machte ich mich auf den Weg zu Erik. Ich war noch nicht einmal am Kindergarten angekommen, da hörte ich schon, dass er weinte. Er kam dann auch gleich auf mich zu gerannt und erzählte mir, dass er das Springseil gegen die Wange bekommen hatte. Nach etwas kaltem Wasser und viel Gepuste, was bei den Kindern manchmal echt Wunder wirkt, war auch alles schon wieder vergessen. Leider fuhren wir dann an einem toten Regenwurm vorbei, was den Kleinen an seinen "Blumi" zuhause erinnerte, der in der Nacht zuvor gestorben war, was natürlich wieder zu Tränen bei ihm führte… Ich versuchte ihn dann etwas abzulenken, indem ich fragte, wo wir denn heute hingehen wollten. Er war plötzlich wieder guter Stimmung und meinte, dass er mir einen ganz tollen Spielplatz zeigen wollte, den ich noch gar nicht kennen würde. Und tatsächlich … den Spielplatz kannte ich wirklich noch nicht, aber wie sich herausstellte, war er selbst mit dem Kindergarten heute das erste Mal dort gewesen. :D Nachdem wir uns eine Stunde mit "Restaurant spielen" an einem kleinen Häuschen aufhielten, sangen wir beim nach Hause gehen noch ein paar deutsche Kinderlieder, bevor er dann etwas einschlief.
Am Haus angekommen, wachte er von selbst auf und dann gab es auch schon Abendessen und für mich ging es dann auch ziemlich schnell ins Bett.

Am Dienstag konnte ich zwar etwas länger schlafen, da ich mich aber auf die "Obstliste" im Lehrerzimmer eingetragen hatte, musste ich dieses auch noch besorgen. Etwas ausgeschlafener als Montag machte ich mich also auf den Weg, dank des Staus und der langen Schlange im Supermarkt, kam ich wie die Woche zuvor auch schon etwas zu spät in den Unterricht… :/ Die 1b beschäftigte sich gerade mit den neuen Wochenwörtern und dem Buchstaben "P/p".
Nachdem noch ein paar Rätsel gelöst wurden waren, war Frühstückspause und ich konnte mein Obst auspacken.
In der Pause besprach ich mit meiner Mentorin die Planung der nächsten Wochen. In Mathe sollten die Kinder mit der Division anfangen und sie fragte mich, ob ich das nicht übernehmen wollen würde. Hätte ich gewusst was auf mich zukommt, hätte ich lieber nein sagen sollen… aber naja so lerne ich wenigstens wie man ein doch recht abstraktes Thema, den Kindern irgendwie versucht darzustellen. :D
Nach der Pause ging es wieder in die 2a. Die Kinder beschäftigten sich mit Frühlingsblühern im Sachunterricht und mit Körpern im Matheunterricht.
In der Mittagspause fragten mich die Kinder, ob ich nicht mal heute bei ihnen sitzen könnte, was ich dann auch tat, aber das machte das Essen natürlich nicht gerade entspannter.
Danach trafen sich die Kinder mit ihren "Sprachkompis" (Sprachfreunden) aus der Parallelklasse und arbeiteten gemeinsam am Findefuchs weiter. Ich musste dann wieder etwas eher gehen, denn ich hatte wieder Unterricht in der 4. Klasse, auch hier schafften wir heute nicht, die gesamte Zusammenfassung endlich zu beenden, aber dafür waren die Kinder mittlerweile echt interessiert und einige konnten sich echt super einfühlen.
Auch wenn der Unterricht super gelaufen war, war ich echt schon wieder total müde. Aber das ging in der Woche irgendwie vielen so, vielleicht war es das viele plötzliche Sonnenlicht, die Frühjahrsmüdigkeit oder es lag daran, dass der Körper gegen eine Menge Frühjahrserkältungsviren kämpfen musste.
Auf jeden Fall fuhr ich dann erstmal wieder nach Hause und ruhte mich auf der Couch wieder etwas aus, dieses Mal aber ohne einzuschlafen.
So konnte ich Erik dann auch pünktlich abholen…. Zwar war er heute morgen schon total zickig gewesen, denn er mochte es angeblich nicht, wenn ich dienstags früh da wäre, aber das war am Nachmittag weites gehend verflogen. Allerdings entschied ich dieses Mal auf welchen Spielplatz wir gehen sollten, was für ihn natürlich eine Katastrophe war und deswegen ließ er mich tatsächlich alleine auf dem Platz spielen und blieb lieber in seinem Kinderwagen liegen. Er wäre sogar lieber nach Hause gefahren, als noch was schönes zu unternehmen… so ein Zicke…
Naja wir einigten uns dann noch ein Runde in den Wald zu gehen und dort mal einen neuen Weg auszuprobieren. War ganz schön abenteuerlich, gut, dass Erik seine Gummistiefel an hatte. Nur leider hatte ich erst zu spät mitbekommen, dass er im Kindergarten die Matschhose nicht an hatte, da sie aber schon draußen waren mit der Gruppe, sind wir beide nicht nochmal extra rein gegangen… Naja und so kam es wie es kommen musste. Erik war begeistert von seinen Gummistiefeln und dem Matschloch und fiel dann leider auch dort mit der Hose rein…

der wohl letzte Ausflug in den Wald :/

Matsch-Popo trocknen in der Sonne :D

Po in die Sonne halten half leider nichts, also mussten wir "Trick 17" anwenden… Wir zogen kurzerhand seine nasse, schlammige Hose aus und zogen meinen dicken Schulpulli an, und meine neuen Regenjacke drüber. Leider litt diese auch etwas, da sie am Boden schliff und ich das nicht gleich mitbekommen habe, jetzt habe ich deswegen ein kleines Loch. :(
Zuhause angekommen, war der kleine natürlich eingeschlafen, so eingekuschelt wie er war, kein Wunder. Beim Abendessen sagte mir der Papa von Erik dann aber, dass er es besser fände, wenn ich mit Erik keine größeren Unternehmungen mehr nach dem Kindergarten machen würde. Ich sollte lieber gleich in Richtung nach Hause gehen und auf dem Weg dahin vielleicht mal an einen Spielplatz anhalten. Man wüsste ja nicht, was so alles passieren könnte und dann wären wir ja auch schneller zuhause, wenn irgendwas ist… Na gut, wenn er meint…
Nach dem Abendessen ging es für uns alle dann wieder relativ schnell ins Bett.

Am Mittwoch war dann wieder 2a Tag und die Klasse beschäftigte sich im Deutschunterricht noch einmal mit den Vor- und Nachsilben, im Matheunterricht mit den geometrischen Figuren, im Sachunterricht weiter mit den Frühjahrsblühern. Im Religionsunterricht ging es weiter mit der Mosesgeschichte und in Musik hatte ich wieder alle Hände voll zu tun die Klasse halbwegs ruhig zu bekommen, damit sie der Lehrerin zuhörten… Irgendwie sind sie seit den Ferien total aufgedreht…Dem Feierabend schon total entgegen gefiebert, musste ich noch kurz etwas vorbereiten, bevor es dann endlich nach Hause ging. Dort machte ich dann auch schon bald auf den Weg zum Kindergarten und dann gingen wir dieses Mal, natürlich Richtung nach Hause, mal wieder auf den Piratenspielplatz. Wir spielten ein paar Piratenschlachten, streichelten vorbeikommende Katzen und dann gingen wir nach Hause und fielen alle wieder mal tot müde ins Bett.

Am Donnerstag war ich endlich mal halbwegs ausgeschlafen und konnte in der Schule gemeinsam mit den Kindern der 2a noch ein paar Aufgaben zu den Nachsilben bearbeiten. In der Freistunde danach schaute ich mir schon einmal an, wie man das Thema "Division" vielleicht einführen könnte. Ich versuchte mich auch daran zu erinnern, wie ich das gelernt hatte, allerdings fiel mir das einfach nicht ein… Also musste ich was Anderes finden. Die ein Stunde reichte natürlich nicht aus und so verschob ich die Planung auf den nächsten Tag.
In der anschließenden Deutschstunde in der 1b erfuhren ich und die Kinder, dass die Lehrerin Ende April leider schon gehen musste, weswegen ein Ersatz ab nächster Woche schon einmal bei ihnen vorbei gucken würde.
Danach arbeiteten wir weiter an den Wochenwörtern und beendeten die Stunde mit einer "Ich packe meinen Koffer"-Runde.
Die anschließende Stunde fing der Matheunterricht wieder mit einer Runde "Mathefußball - Mädchen gegen Jungs" an. Danach mussten einige Aufgaben zu geometrischen Körpern gelöst werden, bevor es dann zu Mittagspause ging. :) In dieser überlegte ich mir mit der anderen Praktikantin Johanna, was wir am Freitag nach dem Unterricht unternehmen wollten, denn wir hatten beide noch keine genaue Planung.
Wir entschieden uns erst einmal für einen Aussichtsberg, den Johanna mir zeigen wollte. :)
In der letzten Stunde bastelten wir mit den Kindern noch kleine Bücher zu den Frühjahrsblühern, die die Kinder dann den Rest der Stunde noch gestalten durften. Dann war auch schon wieder Schluss und ich machte mich dieses Mal gleich auf den Heimweg, um mich dort wieder etwas auszuruhen… Irgendwie schlaucht diese ganze Frühjahrssonne ganz schön. Oder es liegt an den ganzen Erkältungskeimen, die die Kinder rumschleudern…
Ein letztes Mal in dieser Woche holte ich Erik vom Kindergarten ab und machte mit ihm einen Ausflug in den nahliegenden Wald, natürlich wieder in Richtung nach Hause…

Wir trafen dort ein paar seiner Freunde, mit denen Erik dann noch einer Weile herumtollte, nachdem wir zuvor einen Ameisenhügel eine gefühlte halbe Stunde beobachten mussten. :D Bevor wir nach Hause mussten. Leider fiel mir auf dem Weg dorthin auf, dass ich meine Uhr verloren hatte…

noch sind die Ameisen unsere Freunde :D

Zuhause angekommen berichtete ich dem Papa davon, der mich gleich nochmal in den Wald schickte… Leider fand ich sie aber nicht mehr :(
Nach dem Essen guckte ich dann noch etwas niedergeschlagen "Cobra 11" und dann ging es für mich ins Bett.

Am Freitag musste ich dann erstmal ohne Uhr in die Schule, was ein echt komisches Gefühl war, weil man ständig aufs leere Handgelenk schaut.
Die ersten beiden Stunden verbrachte ich wieder in der 2a, wo ich wieder einmal die Wochenwörter zur Überprüfung diktieren durfte. Danach kontrollierten wir, ob die Schüler alle ihre Lesehausaufgaben gemacht hatten, indem wir sie in zwei Gruppen einteilten und jeweils ein Kind daraus entweder mir oder meiner Mentorin vorlesen musste, während die anderen Kinder eine Aufgabe zur "Bildergeschichte" lösten.
Die ersten zwei Stunden waren damit relativ schnell vorbei und es war endlich Frühstückspause, wo dieses Mal unser Direktor Kuchen gebacken hatte. Eine richtig leckere, selbstgebackene Himbeertorte :)
Nach dem wir sie restlos aufgegessen hatten, ging es weiter in der 1b, wo ich mit einem Mädchen noch einmal raus ging, um das Lesen etwas genauer zu üben. Ab Mai wird das wohl nicht mehr gehen, denn dann ist die Lehrerin ja nicht mehr da und die Vertretung von ihr, ist freitags auch nie da, weswegen ich, wenn ich viel Glück habe und meine Mentorin mich lässt, die Gruppe alleine haben werde. :)
Nach der Stunde hatten wir dann wieder Mathe in der 2a und besprachen noch ein letztes Mal die Körper.
In der Kunststunde, die nach der Mittagspause auf dem Plan stand, malten die Kinder ihr Findefuchsbild von letzter Woche weiter.
Wie immer ging es danach ins Lehrerzimmer und wir begannen den Deutschunterricht der 1b vorzubereiten, nächste Woche sollte der Buchstabe "Z/z" behandelt werden.
Johanna hatte dann noch eine Besprechung mit ihrer Mentorin wegen der Klassenfahrt, auf die sie Ende Mai mitfahren würde und ich unterhielt mich währenddessen mit einer Kollegin, wie man den Kindern die Division beibringen könnte und was man dabei beachten müsste.
Bevor wir beide uns dann auf den Weg machen konnten, lud uns der Direktor noch zu seiner Abschiedsfeier mit den Kollegen ein, denn nach 6 Jahren verließ er Stockholm nun wieder.
Mit der Tunnelbana machten Johanna und ich uns dann auf den Weg zum Aussichtsberg, wo wir viel über die Schule sprachen, denn wir freuten uns beide, dass wir uns mit jemanden mal so richtig darüber unterhalten konnten. Wenn man das der Familie am Telefon berichtet, ist es halt doch was anderes. :/ Auf dem Rückweg kamen wir an einem kleinen Café vorbei, wo wir noch etwas weiterquatschen konnten, bevor wir dann noch auf die "Gondolen" hoch wollten, wo wir einen traumhaften Sonnenuntergang beobachten und fotografieren konnten. :)

Aussicht vom Berg auf Södermalm

Sonnenuntergang von den Gondolen :)

Auf dem Rückweg bekam ich dann eine Nachricht von Eriks Mama, dass sie gerade auf "Elch spotting"- Tour waren (deutsch: Elch beobachten). Dass hieß sie fuhren mit dem Auto Landstraßen ab und machten Fotos von Elchen in der Natur. Leider verpasste ich diese, aber ich habe sicher noch einmal die Möglichkeit dazu. ;) Ziemlich müde war ich dann froh zuhause zu sein und fiel müde ins Bett.
Am Samstag wurde ich dann gegen 6Uhr von Bertils Handywecker geweckt, der unten auf einmal los ging, weil er ihn vergessen hatte, auszustellen…
Danach versuchte ich zwar wieder einzuschlafen, wurde dann aber eine Stunde später vom Geschrei wieder wach… Beim gemeinsamen Frühstück besprachen wir, wann die Freunde von Vera kommen wollten, denn bei der Feier eine Woche zuvor hatten sie so viele Gäste, dass man sich so richtig gar nicht verabschieden konnte.
Wir machten uns dann alle fertig und warteten gespannt auf die Ankunft, während Bertil erstmal Reifen wechseln ging.
Gegen 11Uhr waren sie dann da und die Kinder stürzten sich auf die Spielmatte von Erik.
Ich zog mich erstmal etwas zurück und fing dann gegen 12 an, dass "Waffelmittag" vorzubereiten. :)
Nachdem die Küche wieder aufgeräumt war, machten sich die Freunde auf den Heimweg und ich mich fertig für die Stadt. Dort traf ich mich in einem Café mit Liv, einer Bekannten von Johanna, und wir quatschten einfach mal über alles, was uns in den Sinn kam.
Irgendwann gegen 21Uhr machten wir uns dann beide auf den Heimweg. Liv ihren kannte ich witzigerweise selbst ganz gut, denn sie lebte als Aupair auf Lidingö.

Am Sonntag wurde ich dann wieder gegen 8Uhr netterweise geweckt und nach dem gemeinsamen Frühstück spielte ich etwas mit Erik, während die Eltern mit einem zukünftigen Aupair skypten. Dauert ziemlich lange und dann war schon wieder Mittagessenszeit. Es gab Pizza mit allen Resten, die wir noch im Kühlschrank fanden (Hühnchen und Gyros).
Danach wollten wir alle eine Runde Mittagsschlaf machen. :) Gegen 16Uhr wurde ich dann wieder wach, als Erik gerade dabei war, mit einem Freund rauszugehen und zu spielen. Vera und ich entschieden uns dann etwas rauszugehen, erst etwas im Garten zu arbeiten und dann einen leckeren Kaffee in der Sonne genießen. Erik kam dann auch schon bald wieder, aber beschäftigen wollte er sich lieber mit Mama als mit mir, also zog ich mich wieder zurück und genoss noch etwas die Ruhe bis zum Abendessen. Denn trotz Mittagsschlaf war Erik total müde und quängelte rum…
Naja zum Glück ging es ja danach ins Bett. ;) Für mich allerdings erstmal noch eine Runde mit dem Rad, eigentlich hatte ich die Hoffnung Elche zu sehen, was allerdings nicht so gut klappte. Dafür fand ich einen wunderschönen "Natursteg". :) Bevor es anfing zu regnen und dunkel zu werden machte ich mich dann allerdings auf den Rückweg und sah dort ein Reh und ein Wildschwein, ist zwar noch lange kein Elch, aber schon mal ein Anfang. :D

 irgendwo im nirgendwo :D

Natursteg

Ende des Naturstegs :)

Und nun zu Woche neun: Am Montag war wieder normal frühes Aufstehen und normaler Unterricht angesagt, die ersten Deutschstunden verbrachten wir wieder mit dem Verteilen der Dienste, dem Wochenende und den neuen Wochenwörtern. In der Frühstückspause wurde ich gefragt, ob ich die nächste Woche die 1a ins Theater im Dramaten begleiten könnte. Klar konnte ich das. Allerdings musste dafür meine 4. Stunde Religion ausfallen bzw. musste sie meine zweite Mentorin wieder übernehmen, was hieß, dass sie quasi ausfiel und sie was anderes machten… Außerdem fragte mich die schwangere Lehrerin, die ja schon Ende April aufhören musste, ob ich ihr nicht etwas helfen könnte, denn sie hatte noch so viel zu erledigen, bevor sie gehen konnte, auch da übernahm ich gerne ein paar Extraaufgaben.
Danach war ich wieder mit bei der 2b im Deutschunterricht und wir schrieben wieder einen Text über das Wochenende mit den Kindern und ließen sie diesen dann abschreiben und vorlesen.
Ich machte mich wieder etwas eher auf den Weg um rechtzeitig den Religionsunterricht anzufangen. Ein letztes Mal sollten, nach meiner Planung zumindest, sollte es um Luther gehen. Natürlich schafften wir das nicht ganz. Wir mussten die Zusammenfassung noch beenden und dann war die Stunde schon um. Also mussten wir uns Dienstag auch nochmal mit dem guten Mann beschäftigen.
Nach der Mittagspause versuchte ich dann etwas für die Nachhilfestunde und die am nächsten Tag anstehende Mathestunde vorzubereiten.
In der 7. Stunde beschäftigten wir uns nochmal mit dem Thema "Reizwortgeschichten" und worauf die beiden bei der Arbeiten am nächsten Tag am meisten achten mussten.
Dann war der Schultag erstmal geschafft und ich machte mich auf den Heimweg.
Die Mama von Erik hatte mich gebeten mit ihm heute baden zu gehen. Natürlich nicht ich mit ihm in der Badewanne, sondern er drin und ich draußen zum bespaßen. :D
Zuhause angekommen erwartete mich aber ein totales Chaos im Wohnzimmer. Also überlegte ich mir einen kleinen Trick den Kleinen dazu zu bewegen erst einmal aufzuräumen. Ich legte "Spuren" aus. Diese führten zunächst ins Wohnzimmer, wo ein böses Monster die ganzen Spielsachen von ihm benutzt hatte und nun lagen sie deswegen wild durcheinander… Damit es nicht wiederkommen würde, mussten wir schnell aufräumen, denn es mochte keine Ordnung. Danach ging es den ausgeschnittenen Papierwassertropfen nach Richtung Badewanne. Denn nun mussten wir uns tatsächlich schnell sauber machen, denn das Monster mochte auch keine gut riechende kleine Kinder. :D
Auf dem Weg vom Dagis nach Hause erzählte ich Erik dann was zuhause passiert war und er war total aufgeregt, wir mussten uns den letzten Rest des Weges sogar "anschleichen", falls das Monster doch noch da war… :D Ihm hat es richtig Spaß gemacht den Spuren zu folgen und selbst über das Aufräumen wurde nicht gemeckert.
In der Badewanne verbrachte er dann tatsächlich eine Stunde, kurz nachdem wir fertig waren, klingelte sein Freund Hugo bei uns an der Tür. Also föhnten wir schnell die Haare und zogen uns warm an, damit wir nochmal raus gehen konnten.
Zunächst einmal wollten sie alleine losziehen, allerdings ließ es dem Papa keine Ruhe, dass ein 4- und 5-jähriger alleine unterwegs waren, weswegen ich dann hinterher geschickt wurde, was glaube ich gar nicht so schlecht war, denn der Freund, wo sie eigentlich hin wollten, war nicht da und so liefen sie mitten auf der Straße zu Hugo nach Hause… Während wir also dann gemeinsam warteten bis ein riesiger LKW vorbeigefahren war, gab mir Hugo einer seiner tollen "Muttizettel", auf welchem jedes Mal stand, wann er zuhause sein sollte und noch die Telefonnummer von der Mama. Allerdings gab er mir den Zettel erst genau dann, als er hätte schon zuhause sein sollen. Naja, aber dafür kann ich ja nichts, wenn die Mama ihn einfach so rumlaufen lässt… Wir brachten ihn dann noch gemeinsam nach Hause und verabredeten uns für den nächsten Tag wieder.
Zuhause angekommen hatte der Papa dann schon das Abendessen fast fertig, so dass wir gleich Essen konnten und nachdem auch die Mama kam und die Küche wieder sauber war, ging es für uns alle ins Bett.

Am Dienstagmorgen konnte ich wieder eine Stunde länger schlafen. Nachdem ich auf dem Weg noch ein paar Süßigkeiten für die Kinder und die Einführung der Division besorgt hatte, ging es dann erst einmal in die 1b. Dort übten wir die neuen Wochenwörter und schrieben dazu Sätze ins Heft. Da dieses Mal das "Z/z" auf dem Plan stand, übten wir gleichzeitig auch noch ein paar lustige "Zungenbrecher". :D
In der Frühstückspause bereitete ich dann die bevorstehende Mathestunde vor, indem ich ein paar Bonbons in ein kleines Säckchen packte.Doch zunächst einmal sollte es mit Sachunterricht nach der Pause weitergehen.
Meine Mentorin führte, auf eher unspektakuläre Weise, das Thema "Wasser" ein. Sie malte einen Tropfen an die Tafel ließ die Kinder schätzen, um was es ging und sammelte dann eine Stunde lang Begriffe zum Thema… Ich verstehe ja, dass sie das seit über 30 Jahren macht und eine volle Woche hat, trotzdem versuche ich mir vorzunehmen, Themen, die man eigentlich mit wenigen Mitteln super spannend machen könnte, auch wirklich für die Kinder so zu gestalten.Nach dieser "aufregenden" Stunde ging es dann los mit Mathe.
Die Kinder waren ganz überrascht, dass sie einfach Bonbons aus dem Beutel holen durfte. War ja verständlich, allerdings reichten die ja gar nicht für alle Kinder, wie konnte mir das nur passieren?! :D Wir mussten wohl erstmal ausrechnen, wieviel drin war und wie viel rein mussten für jedes Kind. Klappte bei einigen Kindern schon ganz gut, andere waren eher noch mit der Frage beschäftigt "Wofür? Ich hatte doch meine drei Bonbons?!"
Danach sollten sie selbst 5er Gruppen bilden und selber mit Plättchen austesten, wie man etwas verteilt. Der Nachteil hier war, dass einige Schüler die Division schon kannten und gar nicht mehr wirklich verteilten, wie ich es gedachte hatte (immer erstmal ein Plättchen an jeden), sondern gleich die richtige Anzahl ausgaben. Die Kinder, die natürlich noch absolut keinen Plan hatten, waren damit natürlich überfordert… Am Ende der Stunde durften die Kinder dann natürlich jeder zwei Bonbons, was sie natürlich vorher auch errechnen mussten. :D
Ein gar nicht so leichtes Thema für die Kinder, weil es schon ziemlich abstrakt wird und sie es sich nicht mehr ganz so einfach vorstellen können, was passiert…
Aber meine Mentorin meinte, dass es gut gelaufen sei und wir jetzt einfach ne Menge üben mussten, damit es sich vertieft.
In der Mittagspause übernahm ich dann die Essensaufsicht und dann ging es weiter mit Deutschunterricht.
Die Kinder sollten ein letztes Mal mit ihrem Sprachkompis arbeiten, damit jetzt auch mal endlich jeder fertig werden würde.
Ich machte mich dann wieder etwas eher auf den Weg, damit ich rechtzeitig in der 4d war.
Die Zusammenfassung hatten wir ja am Vortag endlich geschafft, heute wollte ich den Kindern noch die zeigen, was wir Luther eigentlich alles zu verdanken hatten. Danach war ein letztes Thema dann noch die "Lutherrose", die wir gemeinsam farblich gestalteten und uns über die Bedeutung der Farben noch etwas unterhielten.
Auf dem Weg nach Hause besorgte ich noch die versprochene "Überraschung" für Erik. Ich hatte vor einiger Zeit ein schönes Buch, in dem man viel entdecken konnte, gefunden, was ich ihm heute mitbringen wollte, da wir gestern das Monster gemeinsam besiegt hatten.
Zuhause angekommen, konnte ich dann noch kurz die Ruhe genießen, bevor es zum Dagis ging. Dort holte ich den Kleinen ab, der es gar nicht erwarten konnte, nach Hause zu kommen. Also machten wir, abseits der Straße natürlich, ein paar lustige Laufspiele und waren dann auch bald schon zuhause. :) Dort musste natürlich die Überraschung dann auch erstmal mithilfe eines Puzzles gefunden werden.
Total aufgeregt wurde dann im Haus nach Büchern gesucht, die er vielleicht noch nicht kannte. Nur ein Zimmer ließ er irgendwie aus, nämlich meins. :D Am Ende war er schon etwas deprimiert, aber schon bald hielt er das Buch in seinen Händen und freute sich alles zu entdecken. Nachdem wir es dann gefühlte 100 Mal angeschaut hatten, konnten wir dann endlich wieder zu meinem Tarzanbuch greifen, was ich aus Deutschland mitgebracht hatte. Aber auch da konnte er mittlerweile schon mitsprechen, so oft wie wir es schon gelesen hatten, aber irgendwas an dem Buch fesselte ihn und ließ ihn auch nicht wirklich los.  
Nachdem wir dann die Lektüre abschließen konnte, gab es dann auch schon bald Abendbrot und danach ging es, natürlich mit dem neuen Buch, ins Bett. Zumindest für den Kleinen. :D
Ich las noch etwas, bis mir dann auch die Augen zu fielen.
Am Mittwoch ging es dann normal los in der 2a. Wir beschäftigten uns mit noch ein letztes Mal vor der Arbeit mit Vor- und Nachsilben im Deutschunterricht. Nach der Frühstückspause, im Sachunterricht ging es weiter mit dem Thema "Wasser" und wofür dieses brauchten und dann schloss sich schon meine Mathestunde an. Wir versuchten uns nochmal etwas genauer mit der Division auseinanderzusetzen, was wieder mal nicht so leicht war, denn viele verstanden gar nicht, wofür man sie eigentlich brauchte. Zum Verständnis und damit sich die Kinder die Division irgendwie verstanden, meinte Mentorin ich sollte mit ihnen Sätze wie (45:5=9, denn 9x5=45) ins Heft schreiben. Damit würden sie zwar nicht verstehen, was sie eigentlich beim Dividieren machten, aber vielleicht würde es ihnen so leichter fallen, auf das Ergebnis zu kommen. Naja wenn sie meinte, musste ich das wohl mal probieren.
Am Ende der Stunde hatte ich das Gefühl ich hatte die, die es eigentlich schon verstanden hatten etwas aus dem Konzept gebracht… Ich hoffte einfach, dass die nächste Stunde besser laufen würde, aber meine Mentorin war begeistert… Na gut.
In Religion ging es dann wieder um die Mosesgeschichte und im Musikunterricht versuchte ich wieder die aufgedrehte Klasse etwas zu beruhigen… Klappte sogar einigermaßen gut.
Danach war erstmal Feierabend und ich machte mich auf den Heimweg.
Zuhause hatte wieder kurz eine kleine Verschnaufpause und dann machte ich mich auch schon auf, Richtung Dagis.
Das Wetter war ganz schön, zwar etwas kälter als die Woche zuvor, aber ich wollte trotzdem mit Erik wieder in den Wald. Zum einen hoffte ich doch irgendwie noch meine Uhr zu finden und zum anderen wollten wir sowieso nochmal "unseren Ameisenhügel" besuchen. :)
Der Kleine war von der Idee auch begeistert und so machten wir uns gemeinsam auf den Weg. Ankommen bei den Ameisen versuchte ich Erik zu erklären, dass es zwar für ihn lustig ist, wenn die Ameisen auf ihn draufklettern, die kleinen Tiere aber eher Angst hätten und ihn vielleicht kneifen würden. Natürlich… gerade in diesem Moment lief eine Ameise über den Arm, hinunter zur Hand. Zunächst freute er sich noch darüber und im nächsten Moment war sie auf seiner Hand und er fing an zu schreien, denn so wie ich es gesagt hatte, bekam die kleine Ameise Angst und kniff zu. Hatte ich selbst zwar auch noch nicht erlebt, aber sie ließ gar nicht mehr los… Ich war total fasziniert, musste aber dann auch schnell erstmal das Tier von seinem Finger befreien, damit er aufhörte zu schreien…
Die Ameisen waren also ab heute doch nicht mehr so süß und witzig wie vorher, aber wer nicht hören wollte…

Ameisen-gucken :D
Wir machten uns dann also lieber auf den Heimweg, leider ohne meine Uhr zu finden.
Zuhause war dann auch schon bald Abendbrotszeit. Ich muss mich langsam echt dran gewöhnen mehr auf die neue Uhr zu gucken, damit ich die Zeit nicht verpasse, wenn es jetzt noch länger hell bleibt. :D
Nach dem Abendessen und einer schwedischen Kindersendung ging es dann auch ins Bett. :D Zumindest für Erik und den Rest der Familie.

Am Donnerstag kam ich in der Schule an, und wollte meinen Tag normal in der 2a starten. Allerdings hatte ich meine Vorbereitung für die Mathestunde noch nicht richtig beendet und auch die Aufgaben, der schwangeren Lehrerin noch nicht erledigen können.
Trotzdem ging ich erstmal mit in die 2a, als sie dann allerdings anfingen gemeinsam mit meiner Mentorin eine Bildergeschichte zu schreiben, ging ich wieder ins Lehrerzimmer, um ein paar Aufgaben schon mal zu erledigen. Das zog sich dann allerdings tatsächlich bis zum Ende der dritten Stunde. Erst meine eigene Stundenvorbereitung und dann auch noch ein halbes Buch einscannen... Deswegen verpasste ich auch leider den Deutschunterricht in der 1b, was aber nicht so schlimm war, denn die Vertretung der Schwangeren war schon da, und da wären wir am Ende zu dritt im Raum gewesen...
In der vierten Stunde ging es dann los mit meinem Matheunterricht. Ich versuchten uns an das Thema "Division mit Rest" anzunähern... War gar nicht so schwer wie gedacht, dank Pünktchen und einkreisen der Pünktchen :D Am Ende der Stunde hatte ich das Gefühl, dass jeder ungefähr wusste, was man machen musste. :)
Nach der Mittagspause beschäftigten wir uns dann weiter mit dem Thema Wasser und danach hatten wir alle Schulschluss.
Ich hatte für den heutigen Donnerstag frei. Eigentlich wollte ich zur Volleyballgruppe der Schule, aber irgendwie hätte ich dafür noch ziemlich lang warten müssen. Also entschied ich mich lieber für die Stadt. Johanna hatte auch zufällig Zeit und wir gingen zum Kungsträdgården, wo die Kirschbäume blühen sollten :)
Natürlich wollte sich die alle anderen, gefühlten 100 Touristen, auch anschauen und so hatten wir echt Spaß daran, Leute zu beobachten, wie sie tolle "Kirschblüten"-Selfies machten. :D

Kungsträdgarden

nichts blüht hier in Schweden, nur die Kirschblüten :D

Johanna musste dann abends wieder zurück in die Schule zum Elternabend, wesewegen wir entschieden schon mal etwas zu Abend zu essen.
Danach machte sie sich auf den Weg. Ich wollte noch nicht nach Hause, weswegen ich entschied mal die Insel "Riddarholmen", neben Gamla Stan zu erkunden. Um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht, dass es nochmal ne Extrainsel war. :D
Aber total schön, mit Bänken am Wasser und schöner Aussicht. :) Dort genoss ich den Rest meines freien Tages, bevor es dann vorm Regen nach Hause flüchtete.

Blick auf das

Am Freitagmorgen startete die 2a dann wieder mit der Überprüfung der Wochenwörter und danach mussten die Schüler weiter an der Bildergeschichte arbeiten, die sie am Vortag schon sortiert hatten, während jeweils ein Schüler entweder mir oder meiner Mentorin vorlesen musste.
Die ersten zwei Stunden waren damit dann schon vorbei und nach der Frühstückspause ging es wieder zur 1a, wo ich wieder mit einem Mädchen rausging, um das Lesen noch etwas zu üben.
Im Matheunterricht sollten die 2a dann einfach die Division noch einmal üben. Was überraschenderweise schon ganz gut klappte. :)
Nach der Mittagspause ging es dann weiter mit Kunst, wo die Kinder in Gruppen anfingen Roboter aus mitgebrachten Materialien zu basteln. Sie hatten echt super Ideen, schafften es aber natürlich nicht, diese in einer Stunde umzusetzen. Deswegen sollte es die nächste Woche nochmal weiter gehen.
Der Unterricht war für heute also beendet und ich ging mit meiner Mentorin wieder ins Lehrerzimmer, um den Deutschunterricht der nächsten Woche vorzubereiten. Das letzte Mal mit einer meiner Lieblingslehrerin, denn diese musste ja Ende April aufhören. :(
Da wir mittlerweile ein super eingespieltes Team waren, ging es alles ganz schnell. Wir klärten dann noch kur ab, wie wir das machen sollten, wenn sie weg sein würde (ich übernahm einfach ihre Aufgaben) und dann machte ich mich auf den Heimweg, schließlich musste ich heute Erik wieder abholen.
Zuhause hatte ich noch etwas Zeit zum Verschnaufen, bevor ich Erik abholte und wir gemeinsam auf den Piratenspielplatz gingen. Irgendwann hatten wir beide keine Lust mehr und machten uns langsam auf den Heimweg. Auf diesem trafen wir zufällig seine Freunde und so tollte er mit denen noch etwas rum. Ich beobachtete es natürlich, aber ich wollte ihm jetzt auch nicht ständig hinterher rennen. Vor allem nicht, wenn er mit seinem Laufrad ständig davon raste :D

Laufrad fahren, wenn die anderen ihre Fahrräder schon nicht abgeben :D

Total geschafft kamen wir dann beide zuhause an und dann gab es auch schon wieder Abendessen.
Dieses Mal ging es aber nicht ins Bett, sondern wir machten uns gemeinsam auf "Elch-Spotting"-Tour, auf der wir tatsächlich welche sehen konnten. :) Erik war im Auto dann schon eingeschlafen, während wir uns langsam dann auf den Heimweg machten.
Als wir dann wieder zuhause waren, schaute ich noch die Wiederholung von Cobra 11, bevor ich dann auch ins Bett ging. :)

Elch spotting tour :)

Samstag versuchte ich dann etwas "auszuschlafen", denn ich wusste ja, dass ich den Abend in der Stadt bei der "Kulturnacht" verbringen wollte.
Nach einem gemeinsam Frühstück verbrachte ich dann etwas Zeit mit Erik, während die Eltern wieder mit meiner eventuellen Nachfolgerin telefonierten.
Nach dem Mittagessen machte ich mich dann los Richtung Stadt.
Dort traf ich mich dann schon mal mit dem Aupair von letzter Woche auf einen Kaffee. Gemeinsam warteten wir dann auf Johanna, die sich leicht verspätete. Gemeinsam schauten wir uns dann das Programm der Kulturnacht an und entschieden uns zunächst einmal zu einem "Salsakurs" zu gehen. In einem kleinen Kellerraum standen dort dann gefühlte 100 Menschen, die auf den Beginn warteten. Allerdings waren wir erst in der zweiten Gruppe, die davor hörten gerade auf und dementsprechend waren auch die Luftverhältnisse in dem kleinen Raum… Leider entsprach der sogenannte "Kurs" nicht wirklich unseren Erwartungen. Es versuchten, mittlerweile nur noch 50 Menschen, den Tanzschritten zu folgen, die die zwei Tanzlehrer (natürlich mit schwedischer Erklärungen) vormachten.
Zu dritt machten wir uns unseren Spaß und nach einer halben Stunden war schon alles wieder vorbei.
Wir beeilten uns danach dann schnell den Raum wieder zu verlassen und raus an die frische Luft zu kommen. Die nächste Station sollte eine "Violinenbauer" sein, der eigentlich mit einer kleinen Show im Programm stand. Leider kamen wir gerade zu dem Zeitpunkt, wo das kleine Buffet eröffnet wurde und das winzige Geschäft sich gerade mit schwedischen Freunden des Violinenbauers füllten.
Wir machten uns dann schnell wieder nach draußen und überlegten uns die nächsten Stationen… Liv, das Aupair, verabschiedete sich leider schon und Johanna und ich machten uns alleine auf den Weg zum "Konzerthaus". Dort sollte ein "klassisches Trio" spielen. Auf dem Weg dorthin fanden wir ein Hinweisschild zu einem kleinen Flohmarkt auf einer Dachterrasse. War zwar schon ziemlich viel los, aber wir quetschten uns einfach mit dazu.

schöne Aussichten
Wir trafen dort noch ein paar Leute von der deutschen Gemeinde, unterhielten uns kurz und dann mussten wir uns schon weiter auf den Weg zu dem kleinen Konzert machen.
Im Konzerthaus war ich ja schon einmal mit einer Schulklasse, aber dieses Konzert fand nicht im großen Konzertsaal statt, sondern im Foyer. Zwar war es schon gut gefüllt, als wir kamen, aber dennoch fanden wir noch ein kleines Plätzchen, wo wir das Konzert genießen konnten. Anschließend fand noch eine kurze Führung durch das Konzerthaus statt. Allerdings auch wieder in schwedisch. Johanna traf dort aber noch einen schwedischen Bekannten, gemeinsam mit ihm und unseren Bruchteilen, verstanden wir sogar einiges. :D

wirklich nur ein Baum? ;)
Das Wetter danach spielte mal wieder völlig verrückt, denn wir wollten eigentlich noch nach Södermalm in eine Balettschule und eine kleine Galerie. Leider fing es gerade an zu schneien, weswegen wir entschieden, nur noch den kürzesten Weg zu gehen, zur Galerie, wo eigentlich mit Livemusik und Tee geworben wurde.
Dank falscher U-Bahn und Wetterverhältnissen war der warme Tee dann auch bitte nötig, auch wenn die Livemusik schon vorbei war, als wir ankamen (obwohl es eigentlich bis 24Uhr gehen sollte).

witzige
Wir waren dann auch ziemlich müde und entschieden uns für den Heimweg, der für uns beide leider in völlig verschiedene Richtungen ging. :/
Zuhause fiel ich dann einfach nur noch müde ins Bett. :)

Am Sonntag wollte ich eigentlich auch nochmal in die Stadt und lange ausschlafen. Der Plan änderte sich dann aber völlig, zunächst einmal wurde das Ausschlafen verhindert und dann entschied ich mich, immer noch müde, heute nicht nochmal in die Stadt zu gehen.
Lieber wollte ich noch einmal etwas einkaufen gehen und dann nochmal an meinem Lieblingsplatz anhalten. :)
Abends sollte es dann auch leckere, selbstgemachte Fischsuppe geben.
Für mich ging es dann auch mal zeitig ins Bett… Schließlich startet die Woche 8 wieder früh…

Zurück im Alltag

Mittwoch, 06.04.2016

Auch wenn die Überschrift vielleicht etwas negativ klingt, bin ich gut wieder in Stockholm angekommen.
Am Montag habe ich einfach mal noch die Schule geschwänzt und war erst gegen 17Uhr zuhause, wo Eric und der Papa gerade vom "Mittagsschläfchen" erwacht waren, weswegen Eric auch noch nicht so gut drauf war... :/
Nach dem gemeinsamen Abendessen durfte ich dann wieder die Küche putzen und dann machte ich noch einen kleinen Spaziergang durch das noch helle Salem. :)

Am Dienstag musste ich zum Glück noch nicht ganz so zeitig aufstehen. In der Schule kam ich dann, dank des Staus auf der Autobahn etwas zu spät in den Deutschunterricht der 1b. Dort übten die Kinder breits die Wochenwörter mit dem Buchstaben "R/r".
Nach der Frühstückspause, in der ich endlich meinen bestellten Schulpulli erhielt, ging es endlich in die 2a. Das war vielleicht ein Hallo! :) Einige hatten mich tatsächlich vermisst und schon Angst bekommen, dass ich nicht mehr wiederkommen würde.

Schulpulli! :)
Ich konnte sie dann schnell beruhigen und dann ging es auch schon weiter mit dem Matheunterricht. In Deutsch behandelten die Kinder das Thema "Bildergeschichten". Sie mussten dabei eine Geschichte zu vorgegebenen Bildern ausdenken. 
Nach der Mittagspause  stand Sachunterrricht auf dem Plan. Meine Mentorin fing mit dem Thema "Frühlinsblühern" an.
Ich musste dann wieder etwas eher in Gymnasium, um endlich wieder selbst zu unterrichten.
Die vierte Klasse musste heute endlich die Gruppenarbeit beenden! Am Ende hatte ich gar keinen wirklichen Überblick mehr, ob alle Kinder wirklich alles verstanden hatten, weswegen ich die Hefte einsammelte und mir dafür Arbeit für die restliche Woche mit nach Hause genommen habe. :D

Damit war der erste Schultag nach den Ferien für mich auch beendet und ich machte mich auf den Weg nach Hause.
Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es zum Kindergarten, wo Erik auf mich wartete. Gemeinsam machten wir uns, dieses Mal ohne Kinderwagen, denn der war noch zusammengeklappt und ich war zu blöd den aufzubauen, auf dem Weg zum sprechenden Baum.

unser sprechender Kletterbaum :)
Ich hatte vorher extra Seifenblasen eingepackt, von denen Erik total begeistert war. :D Spätestens jetzt, als ich sah wie glücklich der Kleine war als er den Seifenblasen hinterher rennen konnte, wusste ich, dass ich hier wieder richtig war. :)
Das Wetter diese Woche war total verrückt, in dem einen Moment noch strahlender Sonnenschein, fängt es plötzlich an wie aus Eimern zu gießen.
Bevor es also wieder anfing zu regnen, machten wir uns lieber auf den Weg nach Hause.
Dort angekommen war dann auch schon Zeit fürs Abendbrot und dann ging es auch schon ins Bett. Zuvor klärte die Mama und ich noch, dass sie Mittwoch zuhause bleiben müsste, weil der Schornsteinfeger kommt. Deswegen sollte ich den Tag frei bekommen und dafür Freitag auf den Kleinen aufpassen.
Der Dienstag war damit auch schon vorbei und nach dem Küche aufräumen ging es für mich auch ins Bett.

Am Mittwoch ging es dann wieder früh los. In der Schule, dieses Mal ohne Stau, aber mit viel Verkehr, angekommen, dachte ich eigentlich, es würde ein normaler "2a Tag" werden. Allerdings wurde ich dann gefragt, ob ich nicht wieder helfen könnte, die 1b vom Sportunterricht abzuholen. Denn alleine mit nur einer Lehrerin ist das etwas schwierig.
Also machte ich mich nach den ersten beiden Stunden, wo die Klasse 2a erst Deutsch und dann Sachunterricht hatte, auf den Weg zum Gymnasium, um dann gemeinsam mit der Klasse zurückzulaufen. 

Damit war dann die Frühstückspause auch schon fast vorbei. Und danach ging es wieder zurück in die 2a zum Mathefußball, wo die Kinder wieder die Hälfte der Stunde Mathefußball mit Aufgaben des 1x1 spielten. Danach wurden noch ein paar Sachaufgaben gelöst wurden, bevor wir dann die nächste Stunden gemeinsam mit der Parallelklasse noch einmal ein paar Aufgaben zum Findefuchs lösten.

In der Stunde nach der Mittagspause behandelten wir die Mosesgeschichte weiter, die Schüler waren total überrascht von den 10 Plagen in der Bibel und konnten sich das gar nicht wirklich vorstellen.
Danach war mal wieder Musik auf dem Plan... Die Klasse war zwar ziemlich laut, aber nicht ganz so unruhig, wie am Anfang. Schließlich war ich ja im Raum, und sie hatten ja selbst gesagt, dass sie sich dann benehmen mussten :D

Nach dem Unterricht machte ich mich, trotz meines freien Tages auf den Weg nach Hause. Schließlich warteten da noch ein paar Religionshefte auf mich.

Zuhause angekommen versuchte ich dann etwas an diesen zu arbeiten... Ich konnte mich aber irgendwie nicht ganz darauf konzentrieren. Ich weiß auch nicht warum...  Ich wollte einfach raus und alleine sein. Als Vera dann endlich wieder mit Erik zurück war, fragte ich, ob ich noch einmal das Auto bekommen würde.
Zum Glück gab mir Vera die Autoschlüssel und so machte ich mich auf den Weg Richtung der Einkaufspassage Kungens Kurva. Allerdings stoppte ich vorher noch an der Kirche in Salem, die an einem wunderschönen See lag. Dort verbrachte ich fast eine Stunde und konnte einfach mal wieder abschalten und durchatmen. :)

einfach mal Abschalten :)

Danach fuhr ich doch noch in die Einkaufspassage um nach Wanderschuhen zu gucken. Leider gab es dort keine und ich aß noch einen kleinen Salat bevor ich wieder nach Hause fuhr.

Kungens Kurva :)

lecker Salat in der Jungelbar :D
Dort schliefen schon alle und so machte ich mich auch bald ins Bett. :)

Am Donnerstag ging es dann wieder früh in die Schule. Dort verbrachte ich die erste Stunde wieder im Deutschunterricht der 2a und danach meine Freistunde am Computer zur Vorbereitung auf die nächsten Stunden in der vierten Klasse.

Nach der Frühstückspause ging es wieder in die 1b wo wir gemeinsam die Lernwörtern mit Rätseln übten.
Die anschließende Mathestunde spielten wir mal wieder Mathefußball und dann lösten die Kinder ein paar Aufgaben in ihrem Heft.

In der Mittagspause übernahm ich dieses Mal die Essensaufsicht in der 2a. :)
Danach war wieder Sachunterricht und dieses Mal betrachteten wir die Tulpe und ihre Entwicklung innerhalb der verschiedenen Jahreszeiten.
Nun war auch der Schultag vorbei und ich machte mich auf den Weg nach Hause.
Dort angekommen, ging es, dieses Mal mit dem Kinderwagen, zu Erik in den Kindergarten. Auch heute hatte ich die Seifenblasen wieder dabei und er wollte auch heute wieder zum sprechenden Baum... Also machten wir uns auf den Weg dahin. Irgendwie verpassten wir beim ganzen Klettern und Geschichten erzählen die Zeit und auch den Himmel beobachteten wir nicht so genau. Was ein böser Fehler war, denn mittlerweile waren dunkle Wolken aufgezogen und wir hatten den Weg nach Hause noch nicht ganz geschafft, da fing es schon wieder an zu schütten...

Seifenblasen für den lieben Baum :)
Total pitschnass kamen wir dann zuhause an, der Kleine hatte nicht wirklich was mitbekomme, denn der lag mit Regensachen im Kinderwagen...
Zuhause angekommen hörte es dann ziemlich schnell wieder auf zu Regen, und die Sonne kam raus. Doch kurz danach fing es wieder an mit Regnen und wir konnten einen wunderschönen Regenbogen sehen :)

Aprilwetter in Schweden :D

Mittlerweile war es dann auch schon wieder Zeit fürs Abendessen und dann nach dem Küche aufräumen auch wieder fürs Bett. Doch heute wollte ich noch nicht so zeitig schlafen gehen, weswegen ich noch etwas TV schaute. :D

Am Freitag quälte ich mich dafür wieder aus dem Bett....
In der Schule angekommen, bereitete mich meine Mentorin auf eine Mutter vor, die heute kommen sollte. Denn ein Kind aus der 2a war adoptiert und da wir gerade alle den Findefuchs gelesen hatten, wollte sie uns gerne darüber berichten. :)
Die Kinder waren total interessiert und stellten viele Fragen, weswegen dann auch fast die kompletten ersten zwei Stunden vorbei waren.

In der Frühstückspause gab es dann endlich wieder leckeren schwedischen Kuchen und einige witzige Unterhaltungen. Danach ging es wieder in die 1b und wir kontrollierten wieder die Hausaufgaben. Ich ging wieder mit einer Schülerin nach draußen, um das Lesen nochmal etwa genauer zu üben.
In der anschließenden Mathestunde hatte meine Mentorin ein 1x1-Spiel vorbereitet, mit dem die Kinder noch einmal alle Aufgaben üben sollten. Das Spiel spielte ich mit ein paar Jungs und dann war auch schon wieder Mittagspause. :)

In der letzten Kunststunde malten wir alle ein Bild vom Findefuchs, und auch ich setzte mich auf einen Platz und malte gemeinsam mit den Kindern. :D
Danach bereiteten wir gemeinsam wieder den Deutschunterricht der 1. Klasse vor und dann musste ich langsam nach Hause, denn Erik musste ja heute von mir abgeholt werden.

Natürlich wollte Erik wieder zum sprechenden Baum und auch aufs Klettergerüst, wo er langsam immer mutiger wurde. :D

wir werden langsam mutiger ;)

Wegen des sonnigen Wetters verpassten wir mal wieder etwas die Zeit und so hatte der Papa zuhause schon das Essen warm gemacht. Vor allem aber weil er am Abend noch für eine Nacht nach Söderköping fahren wollte. Deswegen kam auch die Mama schon früher und so aßen wir gemeinsam Abendbrot und dann fuhr der Papa los, und die Mama ging mit Erik gemeinsam ins Bett. Während ich die Küche aufräumte und dann noch etwas Fernsehen guckte.

 

Am Samstag morgen wurde ich netterweise von Erik um 8 Uhr geweckt. Dabei hatte ich Freitag noch das deutsche Let's Dance geschaut und nebenbei ein paar Hefte korrigiert... Weswegen ich nicht so super gut gelaunt war, als er schreiend ins Zimmer gerannt kam...

Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhr ich noch Einkaufen und nach dem Mittagessen machten wir uns alle drei fertig für die Abschiedsfeiern von Veras Freunden, die zurück nach Deutschland gehen.
Ich sollte dort etwas die Küche sauber halten und nach dem Essen schauen... War zumindest der Plan. Am Ende schmiss ich quasi die ganze Party, kochte Kaffee, räumte den Feierraum nebenbei auf, räumte die Spülmaschine ein und aus, befüllte das Buffet und kümmerte mich nebenbei auch ab und zu noch um die Kinder. :D
Geplant war auch nur, dass ich bis 20Uhr helfen sollte, allerdings hatte ich am Abend nichts anderes vor und so verdiente ich mir noch etwas mehr Geld, als geplant.
Die Gastgeber bedankten sich am Abend mehrmals für meine großartige Hilfe und freuten sich total, dass ich gegen 22Uhr dann auch anfing schon mal etwas mehr aufzuräumen, so dass sie heute nicht mehr viel zu tun hatten.
Gegen halb 12 war ich dann endlich mit dem Bus zuhause und konnte total erschöpft ins Bett fallen...

Heute morgen wurde ich lediglich vom Geschrei vor meiner Tür geweckt, die Eltern passten aber noch auf, dass er nicht in mein Zimmer kam. Trotz Oropax konnte ich nicht länger als bis um 9Uhr schlafen und dann war Frühstück angesagt.
Vera wollte danach nochmal einkaufen fahren und Bertil kümmerte sich währenddessen um Erik, so dass ich Zeit hatte meinen Unterricht für morgen zu planen und die Hefte fertig machen konnte. :)
Nach dem gemeinsam Mittagessen ging ich mit Erik noch etwas raus, die wunderschöne Sonne genießen. Nach einem Besuch bei unserem Baum, aßen wir zuhause eine Kleinigkeit gemeinsam in der Sonne.
Am späten Nachmittag hatten die Eltern dann ein Telefonat mit meiner Nachfolgerin und ich passte während dessen etwas auf den Kleinen auf. Wir spielten etwas und dann musste ich meine vier mitgebrachten deutschen Kinderbücher vorlesen...
Nach dem Abendessen gehen wir jetzt alle total müde ins Bett und freuen uns auf die neue Woche! :)

 

 

Urlaub zu Hause ;)

Montag, 28.03.2016

Endlich begann die letzte Woche vor den Ferien und damit auch endlich mein Countdown für den Flug nach Hause! :)
Am Montag in der Schule erwartete mich wieder der Unterricht in der 2a, in dem wir wieder ins Wochenendeheft schrieben, Dienste verteilten und dann weiter am Findefuchs arbeiteten, denn diese Woche haben wir ja nicht die Möglichkeit die Wochenwörter am Freitag zu überprüfen, weswegen es diese Woche keine gab.
Nach der Frühstückspause war ich mit meiner 2. Mentorin wieder in der 2b im Deutschunterricht, wo die Kinder ebenfalls über ihr Wochenende sprachen und danach auch wieder am Findefuchs arbeiteten. Allerdings hatten wir dieses Mal die gesamte Klasse und nicht, wie sonst, nur eine Hälfte, denn die andere Lehrerin musste Vertretungsunterricht im Gymnasium übernehmen.
Ich ging dann etwas eher, um pünktlich im Relgionsunterricht der 4. Klasse zu sein. Heute sollte es nämlich mit den Expertengruppen losgehen, in der Frühstückspause hatte ich alles noch etwas vorbereitet und auf bunte Blätter kopiert. Die Gruppeneinteilung klappte recht gut und die Kinder fingen ziemlich schnell an ordentlich zu arbeiten. Auch wenn ein Schüler Geburtstag hatte und sich nicht wirklich richtig auf die Aufgabenstellung konzentrieren konnte... Ich weiß gar nicht, ob ich damals auch so war....

Dienstag und Mittwoch verbrachte ich total gut gelaunt wieder in der Schule. ;)

Am Donnerstag ging es endlich wieder mal in die Heimat. Obwohl das stimmt noch nicht ganz, denn zuvor machte ich einen kleinen Stopp in Schwerin. :)
Der Flieger landete pünktlich halb 11 in Hamburg, von wo aus ich dann abgeholt wurde.
In Schwerin angekommen, wurde mir erstmal ein bisschen die Stadt gezeigt bevor wir dann gemeinsam etwas kochten und wunderschöne Ostergeschenke bastelten.

Willkommen in Schwerin! :D

leider noch etwas bewölkt... aber trotzdem ein schönes Foto von Schwerin :)

 Schweriner Schloss :)

selbstgebasteltes Ostergeschenk ^^

Am Freitag ging es dann mit dem Auto in Richtung Heimat.
Gegen 3 war es dann endlich so weit, dass ich meine Lieben wieder in die Arme schließen konnte. Es war echt schön, wieder Zuhause zu sein. Denn auch wenn man sich woanders wohlfühlt, ist es nie so schön wie zu Hause!

Nach der Verabschiedung meines Fahrers gab es dann lecker Familienkaffee, mit meinen Eltern, meiner Schwester und meinen Großeltern.
Natürlich mussten alle Fotos gezeigt und ausgewertet werden. :D Was eine gefühlte Eeeeeeeeewigkeit gedauert hat, aber es gab nun mal sooooooo viel zu erzählen, auch wenn ich Vieles schon hier versuche zu schreiben.
Zum Abendbrot kam mich dann auch meine beste Freundin mit ihrem Freund besuchen. Und auch wenn ich wusste, dass sie mich bald in Schweden besuchen kommen, war es doch schön, sie wieder zu sehen! :)

Die Nacht konnte ich endlich wieder in meinem eigenen Bett verbringen, was mich gleich viel besser schlafen ließ. :)
Samstag war dann Familientag angesagt: Mit einem gemeinsam Frühstück in der Leipziger Innenstadt, einer anschließenden "Bummelrunde" durch die Höfe am Brühl und dem anschließenden Besuch des Handballspiels in der Arena Leipzig. Der Tag endete mich einem gemeinsamen Filmabend zuhause, mit lecker selbstgemachter Lasagne.

Ostersonntag konnten wir dann alle zum Glück mal etwas länger schlafen, auch wenn es für mich irgendwie noch komisch war nicht gegen 8 Eric nicht zu hören. (Mittlerweile ist es wieder komisch für mich, im Zug Richtung Flughafen zu sitzen und nicht in dem nach Leipzig… Die Woche war einfach viel zu schnell vorbei…)
Nach einem gemeinsamen, langen und sehr ausgiebigen Frühstück wurden die Ostereier im Garten gesucht und dann bei einem Gläschen Sekt noch etwas die Sonne genossen. Abends wurde dann lecker gegrillt und gemütlich am Feuer gesessen. Auch hier waren, von meinen Eltern mittlerweile als "Zweitkinder" bezeichneten, besten Freunde wieder mit dabei. :)

Am Montag war einfach mal nichts geplant, weswegen wir alle mal so richtig ausgeschlafen und das Frühstück einfach ausgelassen haben, denn es gab lecker Mittag bei Oma.
Der Koffer mussten dann auch endlich mal ausgeräumt werden und auch die Post, die sich ein viertel Jahr schon angesammelt hatte, musste weggeräumt werden. Ist echt verrückt, wenn ich jetzt so feststelle, dass ich schon drei Monate weg war… Das kommt einem im Nachhinein gar nicht mehr so lange vor. Auch wenn man zwischendurch immer mal das Gefühl hatte, man will nach Hause, merkt man spätestens wenn man davon erzählt, wie schön es eigentlich ist. :)
Abends ging es dann noch auf ein paar Cocktails in die Stadt und dann durfte ich endlich mal wieder eine Stunde Nightliner nach Hause fahren… wie ich das vermisst hatte (nicht) :D

Am Dienstag verschlief ich dann dafür Frühstück und Mittag und versuchte dann schon mal wieder anzufangen meine Sachen zu packen…. Abends ging ich dann gemeinsam mit Papa zum Volleyball spielen und dann war der Dienstag auch schon wieder vorbei…
Am Mittwoch ging es nach dem Frühstück noch eine ziemlich lange Runde mit dem Hund durch den Wald bevor ich dann mit meinen Eltern zu einer Wohnungsbesichtigung fuhr… Gar nicht so einfach eine bezahlbare Wohnung zu finden, wenn man noch Studentin ist und eigentlich gern alleine wohnen würde…
Danach ging es für mich noch auf einen Kaffee in die Stadt. Aus dem Kaffee wurde dann ein Aufenthalt, der sich bis Abends um 21Uhr hinzog. Das fiel aber irgendwie gar nicht so auf, denn es war noch immer hell draußen und durch das Ausschlafen hatte sich der Tagesrhythmus sowieso irgendwie verschoben. :D
Wieder zuhause angekommen, wurde noch eine Runde "Grey's Anatomie" geschaut und dann ging es auch schon wieder ins Bett.
Der Urlaub meiner Eltern war damit leider schon beendet und das hieß für sie, dass sie Donnerstag früh schon wieder zeitig aufstehen mussten.
Aber auch für mich und meine Schwester klingelte schon halb 8 der Wecker, denn wir wollten mit Oma und Opa einkaufen gehen und dann hatten wir noch einen Friseurtermin. ;)
Den Tag verbrachte ich gemeinsam mit meiner liebsten Schwester, sogar ohne, dass wir uns angezickt haben. :D
Am Freitag mussten dann die letzten Sachen gepackt werden, bevor ich mich noch einmal ins Leipziger Nachtleben stürzen konnte.
Samstag ging es dann halb 12 wieder Richtung Schwerin, wo ich das Wochenende noch einmal verbrachte. Bis Montag Mittag wieder der Flieger Richtung Stockholm ging... Zurück in den Alltag. 

Eine Woche voller Ereignisse

Sonntag, 20.03.2016

Wie jeden Montag startete die Woche in der 2a mit den Verteilung der Dienste, dem Schreiben ins Wochenendeheft und dem Arbeiten an den neuen Wochenwörtern. Dann waren schon wieder zwei Stunden um, und nach der Frühstückspause ging es wieder in die 2b, wo es auch wieder um das Wochenende ging. Dieses Mal wurde nichts aufgeschrieben, sondern versucht auf Deutsch zu erzählen. Gar nicht so leicht, aber danach ging es auch in dieser Klasse weiter mit dem Findefuchs. Denn nach den Osterferien sollen die beiden zweiten Klassen gemeinsam an dem Buch arbeiten.
Dieses Mal ging ich eher aus dem Deutschunterricht, um pünktlich an der anderen Schule zu sein und schon mal wieder mit Religionsunterricht anzufangen. :)
Es ging wieder mehr als schleppend, aber ich wollte einfach, dass die Kinder erstmal die Zeit verstehen, bevor es dann mit dem wirklich Thema Martin Luther los ging.
Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich dann im Lehrerzimmer und bereitet die Informationstexte für nächste Woche vor. Denn da sollen die Kinder in Expertengruppe zusammen arbeiten- Ich bin auch hier sehr gespannt, wie das klappt.
In der 7. Stunde war wieder Nachhilfe angesagt, aber irgendwie ging es sehr, sehr schleppend... Wir hörten dann ein bisschen eher auf, weil einfach nichts mehr ging. Ich fuhr dann mit dem Bus nach Hause und holte Eric vom Dagis ab.
Dieses Mal besuchten wir einen Spielplatz, den wir beide noch nicht kannten. Neben diesem waren auch ein paar Tannenbäume mit Büschen drumherum, die als kleines Versteck für die Kinder angelegt waren. Man konnte in ihnen aber auch super klettern und sich hinsetzen, denn der Baum war schon über 100 Jahre alt und hatte, laut Eric, viele Geschichten zu erzählen.

Kletteraffe ;)

Leider verging die Zeit ziemlich schnell und wir mussten schon wieder nach Hause zum Abendessen, wir einigten uns aber beim Verabschieden des Baumes darauf, morgen wiederzukommen. :)

Am Dienstag konnte ich wieder länger schlafen. In der Schule war wieder Deutschunterricht in der 1b und wir übten die neuen Wochenwörter. Naja, was heißt neu. Wir hatten bei den Vorbereitungen am Freitag letzte Woche gesagt, dass wir das "N/n" behandeln wollen. Allerdings stellten die Kinder am Montag schon fest, dass sie den Buchstaben schon hatten. Also wurde improvisiert und einfach nur die neuen Wörter und nicht mehr der neue Buchstabe geübt. :D
Nach der Frühstückspause verbrachte ich zwei Stunden in der 2a. Zunächst im Deutschunterricht, wo es weiter mit dem Findefuchs ging, denn in der Klasse hatten die Schüler mehr Aufgaben zum Buch zu erledigen, als in der 2b. Und danach mit Matheunterricht, wo dieses Mal die 3er- und 6er Reihe eingeführt wurde.
Nach der Mittagspause war noch Sachunterricht in der 2a. Allerdings fehlte die Handarbeitslehrerin für die 5. Klasse und die Planerin stand plötzlich im Lehrerzimmer und fragte wer vertreten könnte. Leider hatten alle Lehrer Unterricht. Bis meiner Mentorin einfiel, dass ich ja den Sachunterricht bei der Klasse machen könnte und sie geht die in 5. Klasse. Naja und so machten wir das auch, zum Glück hatte sie mir vorher schon gesagt, dass die Kinder als Zusammenfassung für den Test über die 5 Sinne ein Plakat zu jedem Sinn in Gruppen anfertigen sollten. Und so machten wir das dann auch, die Kinder arbeiteten super alleine und ich hatte nicht viel zu tun. Allerdings musste ich mich deswegen dann etwas mehr beeilen, um pünktlich in der vierten Klasse zu sein, wo es weiter ging mit dem Mittelalter.
Danach hatte ich Schluss und ich entschied mich dieses Mal nicht auf den ersten Direktbus zu warten, sondern mit dem Pendeltåg nach Hause zu fahren. Damit brauche ich insgesamt auch eine Stunde, aber ich sparte mir dadurch auch die Zeit des Wartens auf den Bus.
Zuhause angekommen, stand das Auto der Mama vor der Tür. Schon völlig in Panik machte ich die Haustür auf, denn ich hatte damit gerechnet, dass irgendwas passiert war. Aber sie beruhigte mich schnell und meinte, sie hätte ein wichtiges Telefonmeeting 18Uhr und wenn sie im Büro geblieben wäre, wäre sie zu spät zu Hause gewesen. Puuuuuh....
Ich holte dann Eric ab, der dieses Mal ziemlich vertieft im Spiel war, wesewegen er gar nicht gehen wollte. Aber ich konnte ihn ja mit dem sprechenden Baum locken.
Wir verbrachte wieder ziemlich viel Zeit beim Klettern und mussten uns dann auch bald schon wieder auf den Weg nach Hause machen. Ich wollte dieses Mal aber, dass er auch noch etwas läuft und als wir so den kleinen Berg nach oben liefen, fiel uns der schöne Grashang auf, von dem man sich super Hinunterrollen konnte (nachdem wir überpüft hatten, ob sich da auch kein Hund verewigt hatte).


Pünktlich zum Abendessen waren wir zuhause und dann ging es für alle ziemlich schnell ins Bett.


Mittwoch war nochmal ein normaler 2a Schultag, die Kinder beschäftigten sich mit dem Findefuchs, der 3er und 6er Reihe aus dem 1x1 und noch weiter mit ihren Plakaten, die sie dann im Religionsunterricht vorstellen durften. Dieses Mal ließ ich den Musikunterricht ausfallen, um die Texte für die 4a fertig zuschreiben.
Danach machte ich mich wieder auf den Heimweg, aber dieses Mal wieder mit dem Direktbus. :)
Zuhause angekommen, holte ich Eric wieder ab und wir machten einen kleinen Waldspaziergang.

Waldspaziergang :)

Allerdings war er mal wieder sehr müde und ich konnte ihn nur mit einer erneuten Kletterpartie auf einem kleinen Berg ablenken... Was man nicht alles für so einen kleinen Mann macht :D

Kletterpartie

Dieses Mal lief es nicht so gut, mit dem Laufen auf dem Heimweg. Um weitere Diskussionen zu entgehen, setzte ich den Kleinen dann einfach in den Kinderwagen. Schließlich hatte ich diesen schon überall mit hingeschleppt und dann konnten wir ihn auch benutzen. :D
Nach dem Abendessen musste ich dann noch Sachen packen, denn Donnerstag sollte es endlich in den hohen Norden gehen :)

Doch bevor es 17h mit dem Zug Richtung Kiruna ging, war noch der Begegnungstag in der Grundschule. Für die Grundschulklassen hieß das kein Unterricht. Für die Lehrer hieß es: jeweils 10 Kinder in drei Gruppen innerhalb von 2h zu beurteilen, ob sie nächstes Jahr in die Vorschulklasse kommen dürften.
War ganz interessant zu beobachten, wie sich die Kinder in den einzelnen Spielen anstellten.
Für mich ging es nach der zweiten Gruppe allerdings schon Richtung Hauptbahnhof, denn um 16Uhr ging mein Zug. :)
Pünktlich auf die Minute ging es los, die Nacht war zwar ziemlich unbequem, aber man konnte es aushalten. Als ich am Morgen aufwachte, sah ich aus dem Fenster nur noch Schnee überall :)

Schnee Schnee überall nur Schnee :)

Halb 10 war ich dann eeeeeendlich angekommen :) Kiruna, Schnee, Winter.. hier war ich :)

endlich angekommen in KIRUNA :)

Allerdings konnte mich die Campleiterin erst 14Uhr abholen. So hatte ich wenigstens noch etwas Zeit mir die kleine, beschauliche Stadt anzuschauen. Unter anderem die Kirche und danach das H&M, was natürlich ganz andere Angebote hatte, als das hier in Stockholm. :D

die Miene von Kiruna

eine wunderschöne Kirche in der Stadt, komplett aus Holz ;)

Nach einer kleinen Stärkung machte ich mich dann auf den Weg Richtung Touristeninfromation, wo ich abgeholt werden sollte.
Und nach einer kurzen Fahrt war ich dann auch schon da... Im Camp Alta an einem See. Traumhaftes Wetter, noch mehr Schnee und schön kalt.
Nachdem wir das finanzielle geklärt hatten, zeigte sie mir meine Hütte, wo ich die nächste Nacht verbringen durfte. :) Total gemütlich und super vorgeheizt.

mein gemütliches, kleines Hüttchen :) kuschelig warm und gemütlich, ganz für mich alleine :)

Allerdings musste ich feststellen, dass man sich im Camp eigentlich selbstverpflegen musste. Zum Glück hatte ich für den Abend eine Hundeschlittentour gebucht, denn dabei war auch eine Fischsuppe. :) (Für den nächsten Morgen hatte ich noch einen Banane und dann sagte mir der Campleiter könnte ich auch im Eishotel Lunch essen)
Nachdem ich mich nochmal etwas augeruht hatte, war es endlich halb 7 und ich traf mich mit dem Guide, der mir und einer Gruppe Spanier die Ausrüstung für die anstehende Hundeschlittenfahrt gab.
Danach zeigte man uns wie man den Schlitten überhaupt fahren musste und dann wurden auch schon die total aufgeregten Hunde angespannt. Leider habe ich keine Fotos gemacht, es ging alles so schnell und außerdem war es dunkel und ich wollte die Tiere mit dem Blitz nicht erschrecken.
Aber es war echt total genial und sehr empfehlenswert! :) 
Am Anfang meinten die Guids, die uns mit ihren Schneemobilen begleiteten, dass wir die Bremse am Schlitten treten sollten, aber da bei mir nur vier Hunde vorn dran waren, brauchte ich die überraschenderweise gar nicht so oft.
Leider war die Tour viel zu schnell vorbei, auch wenn meine Hunde auf dem Rückweg noch eine extra Runde gedreht hatten. Ich war der letzte Schlitten und mir wurde gesagt, die Hunde wüssten den Weg schon... dem war ja wohl nicht so.... Naja umso mehr konnte ich es genießen. :)
Am Camp angekommen, half ich noch etwas die Hunde wieder abzuspannen und ihnen ihre Belohnung zu geben. Danach gab es für uns alle leckere Fischsuppe, die einer der Guids über dem Feuer warm gemacht hatte. Leider war das Feuer nicht draußen, sondern in einer Hütte. So dass wir zum Nordlichter gucken, wieder in die Kälte mussten. :/

aufwärmen nach der Schlittenhundefahrt mit leckerer Fischsuppe :)

Aber das hat sich dafür umso mehr gelohnt, auch wenn man auf den Bildern, die ich mit dem Handy gemacht habe, kaum was erkennt.

Nein, der Bildschirm ist nicht dreckig, das sind die Nordlichter :)

Gegen 11 waren die Nordlichter dann schon wieder weg und ich machte mich in mein Bett.
In der Nacht habe ich so gut, wie schon lange nicht mehr geschlafen und am nächsten Morgen sollte es halb 10 mit den Schneemobilen losgehen. Zuvor musste ich aber meine Sachen schon wieder einpacken.

Camp Alta

Da ich noch etwas Zeit hatte, konnte ich nochmal ein paar Bilder machen. Dieses Mal auch von den Hunden. :)

die lieben Schlittenhunde vom Vorabend

Nachdem wir ordentlich warme Schneeanzüge und eine Einweisung, wie man das Schneemobil zu bedienen hatte, bekommen hatten, machte sich eine Gruppe von 16 Personen auf den Weg. Glücklicherweise hatte ich mein eigenes Schneemobil, denn die anderen teilten sich eins.
Am Anfang war ich noch etwas zögerlich und wollte lieber ganz am Ende fahren. Allerdings bekam man ziemlich schnell raus, wie es ging und so konnte ich auch mal etwas schneller fahren, wenn ich zuvor den Abstand zu meinen Vordermännern etwas vergrößert hatte. :)  

ein Schneemobil für mich ganz allein :)

Am Eishotel angekommen, konnte ich endlich was essen. Ich dachte eigentlich, dass das Restaurant auch aus Eis gebaut wäre, aber es war eine ganz normale Gaststätte mit Buffet.
Total voll gefuttert machte ich mich dann auf, zur Besichtung des Eishotels. Denn schließlich hatten wir nur 2h.
Einige Zimmer waren von Künstlern extra entworfen wurden. Diese hatten ganz besondere Namen und ganz unterschiedliche Themen.
Am beeindruckensten fand ich das Zimmer mit dem Pfau aus Schnee und Eis:

Eishotel mit Kunstwerken in einzelnen Zimmern :)

auch das Bett ist aus Eis :D

alles aus Eis :)

Nach einem unalkoholischen Cocktail in der "Icebar" aus einem Glas aus Eis, ging es schon wieder auf den Rückweg.

sogar die Gläser :)

Dort angekommen, meinte der eine Guide, dass er mich jetzt schon zum Bahnhof bringen müsste, denn dort warteten schon wieder die nächsten Gäste.
Und so durfte ich noch ganze zwei Stunden auf meinen Zug warten...

Endlich im Zug und auf einem Platz wollte ich nur noch schlafen, die frische, kalte Luft auf dem Schneemobil machte einen ganz schön müde und so war die Nacht auch gar nicht so schlimm, wie bei der Hinfahrt. :)

endlich wieder in Stockholm

Nach erneuten 17h im Zug war ich dann heute 10.20Uhr am Bahnhof angekommen. Da ich sofort eine Verbindung bekam, brauchte ich für den restlichen Weg nach Hause auch nur noch 45 Minuten.
Meine Gastfamilie war zum Glück mit ihrem Besuch auf einem Ausflug, so dass ich erstmal entspannt auspacken, duschen und Wäsche waschen konnte. :)
Und damit startet dann morgen auch schon die nächste aufregende Woche, denn am Donnerstag geht es, für ein bisschen mehr als eine Woche, endlich wieder zu meinen Lieben nach Deutschland, ohne die ich das Alles hier gar nicht erlebt hätte. :* 

erste Arbeitswoche

Sonntag, 13.03.2016

Am Montag ging es wie gewohnt früh los, irgendwie hingen mir die letzten Tage noch in den Knochen und es fiel mir echt schwer aufzustehen... :/ 
Angekommen in der Schule wurde ich herzlich von meiner Mentorin empfangen, wir sprachen über die Wochenplanung, begrüßten die neue Praktikantin und dann ging es mit dem Unterricht schon los.
Die Kinder hatten nach den Ferien natürlich viel zu erzählen, weswegen das "Wochenendeheft" bei einigen schnell vollgeschrieben war.  Es dauerte tatsächlich eine ganze Stunde bis alle Kinder vorgelesen hatten und dann ging es weiter mit den Wochenwörtern für diese Woche.
In der Frühstückspause unterhielt ich mit der neuen Praktikantin, die ab März für drei Monate bei uns bleiben wollte.
Danach war ich wieder in der 2b im Deutschunterricht. Auch hier sollten die Kinder über ihren Ferien schreiben, was mal wieder nicht so einfach war. In der Stunde schafften wir dann auch nicht wirklich mehr, denn die Kinder sollten mir alles noch vorlesen.
Gemeinsam mit meiner zweiten Mentorin ging ich dann rüber in die 4. Klasse. Eigentlich war Religionsunterricht, den ich ab dieser Woche machen sollte. Aber am Montag wollte die Klassenlehrerin noch einige Sachen mit ihrer Klasse klären. Nachdem sie sich dann auch alle noch umgesetzt hatten, wollten wir eigentlich noch eine Runde Werwolf spielen. Allerdings kam uns da der Feueralarm zuvor und wir mussten erstmal raus in die Kälte...
Nachdem dann nach einer gefühlten, kalten Ewigkeit endlich geklärt war, dass die Klassen das super gemacht hatten, konnten wir endlich wieder rein und zum Essen gehen.

Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich mit der Vorbereitung des Religionsunterrichtes für Dienstag. Ich wollte mit den Kindern die Einführung zum Thema Martin Luther gemeinsam machen, damit sie einen groben Überblick über die Zeit bekommen würden.
Die 7. Stunde gab ich wieder Nachhilfe, dieses Mal für den Jungen und das Mädchen. Allerdings schafften wir gerade mal vier Aufgaben aus ihrem Mathetest und dann war es auch schon wieder vorbei...
Zuhause angekommen holte ich Eric wieder vom Dagis ab und wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Gegend. Auch er musste dieses Mal laufen, was er ziemlich anstrengend fand, deswegen auch die kleine Pause...

kurze Pause

Nach einem Zwischenstopp auf dem Spielplatz machten wir uns dann auf den Weg nach Hause, wo wir noch etwas "Barnkanal" (der schwedische Kindersender) gucken konnten, bis es dann Essen gab. Wie immer durfte ich dann noch die Küche aufräumen bevor es für mich dann endlich ins Bett ging.

Am Dienstag konnte ich zwar wieder eine Stunde länger schlafen, aber wirklich ausgeschlafener war ich deswegen auch nicht.
In der Schule startete der Tag mit dem Deutschunterricht in der 1b, wo die Kinder wieder die Wochenwörter übten und dann einige Sätze mit der Lehrerin gemeinsam schrieben.
In der Frühstückspause druckte ich noch etwas für die Relgionsstunde später aus und dann ging es in der 2a, wo meine Mentorin mit den Kindern den "Findefuchs" begann zu lesen. Außerdem bekam sie eine Menge Arbeitsblätter dazu, die sie selbst bearbeiten durften.
Danach war noch etwas Mathe angesagt, wo die Schüler dieses Mal die 4er und 8er Reihe lernten und übten.
Die Mittagspause verbrachte ich dieses Mal mit der anderen Praktikantin. In der Stunde danach haben wir kurz noch die kleine, freiwillige Ferienhausaufgabe besprochen und dann haben die Kinder nochmal ein kleines Heft zur Zusammenfassung der Sinne bekommen. Ich machte mich aber schon mal auf den Weg in das Gymnasium, wo ich ja heute meine Stunde halten durfte. :)
Die Klasse war schon ganz aufgeregt und rätselte, was das Thema sein könnte. Ein Gerücht, was mir später zu Ohren gekommen war, lautete, dass ich mit den Kindern "Sexualkunde" machen würde, aber da hatten sich die Lieben ganz schön was zusammengesponnen. :D
Meine zweite Mentorin hatte selbst auch noch Unterricht in der Grundschule, also fing ich schon mal ohne sie an... Naja... die Stunde verlief nicht wirklich so wie geplant... Ich schaffte es zwar irgendwie zum Thema hinzuleiten, allerdings musste ich auf dem Weg dahin einige Sachen erklären, die ich eigentlich voraussetzte. Zum Beispiel was überhaupt evangelisch und katholisch ist und an was sie beide glauben, wo der Unterschied zwischen den beiden liegt und so weiter...
Die Stunde war dann relativ schnell um und ich schaffte mein Ziel nicht wirklich... :/
Meine Mentorin beruhigt mich dann etwas und meinte, dass es normal sei, aber irgendwie ärgerte ich mich auch über sie, denn sie war es schließlich, die den Religionsunterricht nicht wirklich ernst nahm...

Auf dem Weg nach Hause überlegte ich mich, was den Kindern vielleicht noch fehlen würde. Zuhause angekommen, holte ich Eric vom Dagis ab und dann machten wir wieder einen kleinen Spaziergang, dieses Mal in Richtung dem "Centrum". Durch einen kleinen Wald. Der Weg dorthin führte nicht direkt an der Straße entlang, so dass ich ihn bat selber zu laufen und nicht im Wagen sitzen zu bleiben. Klappt echt gut und wir fanden sogar einen schönen Kletterberg mit einer kleiner selbstgebauten Holzbude oben drauf... :)

Klettern

Durch das echt schöne Wetter verpasste ich allerdings die Zeit etwas, denn als ich auf die Uhr schaute, war es schon halb 6 und der Heimweg musste auch noch geschafft werden.
Da Eric jetzt wirklich ziemlich müde war, setzte er sich in den Wagen. Aber geschlafen hat er trotzdem nicht, schließlich musste er aufpassen, dass ich den richtigen Weg finde. :D

Zuhause angekommen, war auch der Papa etwas erschrocken, dass es schon so spät war. Er fing dann an Abendbrot zu machen, während Eric und ich noch etwas Fernsehen schauten.
Es gab Blutpudding. Hört sich echt eklig an und ich darf auch nicht drüber nachdenken, aus was der gemacht wird, aber vom Geschmack her war er echt lecker! :)

Danach ging es wieder ans Kücheaufräumen und dann auch ziemlich schnell wieder ins Bett...

Mittwoch war dann wieder mein 2a Tag. :)
Zuerst begannen wir wieder mit zwei Stunden Deutsch, in der die Kinder selbstständig an den Arbeitsblättern zum Findefuchs arbeiten durften.
In der Frühstückspause kümmerte ich mich dann um meinen "Putzdienst" im Lehrerzimmer, indem ich einfach etwas den Abwasch erledigte.
Danach ging es weiter mit Mathe und Sachunterricht. Eigentlich... Doch plötzlich stand der Direktor vorm Klassenzimmer und winkte mich raus... "Kannst du einmal den Unterricht in der 1a übernehmen, die Klassenlehrerin ist immer noch nicht aufgetaucht" :D Joa klar konnte ich das, und da stand ich nun vor der Klasse und musste etwas improvisieren. Zunächst lies ich sie etwas in ihren Buchstabenheften arbeiten und dann laß ich ihnen noch etwas vor, was die Bibliothekarin schon angefangen hatte. Die Kinder waren nämlich nicht dumm, die Planerin hatte die Tage vertauscht und so gab es die ersten beiden Stunden auch keine Vertretung in der Klasse, aber anstatt, dass die Kinder dies ausnutzen, holten sie die Bibliothekarin runter und diese begann mit den Kindern ein Buch, was ich jetzt zu Ende lesen sollte. Nachdem ich das gemacht hatte, war noch etwas Zeit für Mathe. Die Klasse sollte mir mal zeigen, wie gut sie im Kopfrechnen war und darin waren sie echt spitze! Die Mittagspause verbrachte ich dann auch mit ihnen beim Essen, denn ihre Klassenlehrerin hätte dort auch Aufsicht gehabt.
Nach der Mittagspause wollte meine Mentorin mit der Klasse 2a (die 1a hatte mittlerweile Schluss), die Mosegeschichte im Reliunterricht anfangen und die Kinder waren schon total aufgeregt, was denn passieren würde. Leider laß sie natürlich noch nicht alles vor, denn dafür hätte die Stunde gar nicht gereicht. Schon bald kam die Musiklehrerin und die Klassenlehrerin und ich ging gemeinsam mit einem Schüler nach unten ins Lehrerzimmer. Von ihm hatte ich schon mal berichtet, dass er sehr unruhig ist und gerne mal reinruft. Irgendwie war meine Mentorin nicht so darauf vorbereitet und es wirkte alles ein bisschen holprig, aber das Ende vom Gespräch war, dass er ein "Beruhigungsheft" bekam, was er selbst so nannte, wo er ab jetzt alle reinschreiben durfte, was ihn stört. Mal gucken, ob es klappt... Ein bisschen Musikunterricht machten wir dann auch noch mit und dann war der Schultag für die Kinder vorbei.
Die Musiklehrerin und ich machten uns auf den Weg ins Lehrerzimmer, wo die Vorbereitungen für den Begegnungstag (Kinder werden eingeladen und anhand bestimmter Merkmale für das neue Schuljahr und die neue Vorschulklasse "ausgewählt") auf uns warteten. Allerdings konnte mir nur erklärt werden, was alles passieren würde, mit kopieren und sortieren konnte ich leider nicht mehr, denn ich musste mich auf den Weg nach Hause machen...

Zuhause holte ich dann Eric wieder ab und er wollte unbedingt noch einmal zu unserem tollen Kletterberg, unter der Bedingung, dass er wieder so viel laufen müsste wie gestern, ließ ich mich dann auch dazu breit schlagen. ^^ Auf dem Weg dahin sammelten wir dieses Mal ein paar "Schätze", ein leeres Schneckenhaus und abgesägte Holzscheiben. :D
Auf dem Rückweg mussten wir noch kurz an einem Spielplatz halten und dann schlief er dieses Mal auch wieder etwas ein...
Zuhause war das Abendessen schon fast fertig, so dass wir den Tisch decken konnten und dann ging es gleich los. :)

Für mich ging es nach dem Küche aufräumen noch eine Runde raus und dann ab ins Bett. :)

Am nächsten Morgen erschrak ich etwas, als ich aus dem Fenster schaute, eine richtige Nebelwand hing da vor meinem Fenster... das motivierte natürlich nicht gerade aufzustehen... Dennoch quälte ich mich aus dem Bett und machte mich auf den Weg.

morgens...

In der Schule angekommen, war es schon etwas heller geworden und auch der Nebel hatte sich langsam verzogen. Der Tag schien doch noch recht schön zu werden...
In der ersten Stunde Deutsch in der 2a arbeiteten die Kinder fleißig weiter an ihren Blättern. Die nächste Stunde hatte die Klasse schwedisch und ich machte mich mit meiner Mentorin auf den Weg ins Lehrerzimmer, denn dort konnte ich noch etwas den Religionsunterricht für die 4. Klassen vorbereiten.
In der Frühstückspause unterhielten wir uns alle etwas über die Sehenswürdigkeiten in Stockholm, und mir wurde das erste Mal so richtig bewusst, dass ich jetzt schon echt fast die Hälfte meines Aufenthaltes geschafft hatte... Die Zeit verging rückblickend so schnell, das mag ich kaum glauben.
In der nächsten Stunde hatten wir Deutschunterricht in der 1b, wo die Kinder Rätsel zu den Wochenwörtern lösen sollten. Danach versuchten wir noch Sätze mit Präpositionen wie "auf, neben, unter, hinter, zwischen" zu üben und dann war die Stunde auch schon wieder rum.

Vor der Stunde bekamen meine Mentorin und ich mit, wie sich der Junge von gestern mit einem Mitschüler stritt und ich suchte noch einmal das Gespräch mit ihm, denn meiner Mentorin gab er nur patzige Antworten. Mir allerdings erzählte er nach einigem Nachfragen, was vorgefallen war und danach entschuldigte er sich sogar ganz freiwillig bei seiner Klassenlehrerin.
Die Klasse hatte zwischenzeitlich etwas Mathe weiter gemacht.
In der Mittagspause unterhielt ich mich wieder mit der neuen Praktikantin über ihr Studium in Heidelberg und dann hatte die Klasse 2a noch eine Stunde Sachunterricht, in der sie weiter selbstständig arbeiteten.

Auf dem Weg nach Hause überraschte mich das Wetter dann echt, man kann kaum glauben, dass die beiden Bilder an ein- und demselben Tag entstanden sind...

nachmittags :D

Heute war für Eric und mich das große Backen angesagt, denn schließlich war ich im Lehrerzimmer diese Woche für den "Freitagskuchen"verantworlicht. Dennoch kamen wir um den einen Spielplatz auf dem nach Hause Weg nicht vorbei und mussten dort noch kurz Verweilen.

Zuhause stellte ich fest, dass das Backen mit Kind gar nicht so einfach ist, auch wenn Eric total begeistert war und meinte ich wäre eine tolle Mama, gelang sein Kuchen nicht wirklich. Denn eigentlich ist es ein Blechkuchen, aber er wollte unbedingt die Kastenform, weswegen er nicht wirklich durchbackte :/
Mein Kuchen dagegen vergaß ich beim Spielen mit ihm und er verbrannte an den Ecken etwas, aber meinen Kolleginnen hat er am Freitag trotzdem ganz gut geschmeckt. :D

Kuchen backen mit Kind :D

Nach dem Abendbrot räumte ich dann wieder die Küche auf und verabschiedete mich in mein Zimmer, denn für morgen musste ich noch meine Sachen packen. Schließlich hatte ich morgen frei und wollte nach der Schule mal das Bad in der Innenstadt ausprobieren. :)

In der Schule ging es wie jeden Freitag in der 2a los mit der Überprüfung der Wochenwörter und dann der Überprüfung der Lesehausaufgaben, dieses Mal hatte mich meine Mentorin gebeten mir Noitzen und Notenvorschläge zu machen ("damit ich das auch mal lerne"). War gar nicht so leicht und ich merkte schnell, das gerade beim Lesen sehr subjetiv bewertet wird, wenn man sich nicht vorher einige Kriterien zurecht legt.

Nach der Frühstückspause ging es wieder in der 1b und wie auch schon vor den Ferien, nahm ich mir wieder ein Mädchen raus, was noch Probleme beim Lesen hatte. Nachdem wir etwas geübten hatten, konnten wir noch etwas Lesebingo spielen, bevor die Stunde auch schon wieder um war.
Anschließend spielte meine Mentorin mit der 2a fast eine ganze Stunde "Mathefußball" mit Aufgaben der bisher gelernten 1x1 Reihen und dann war auch schon wieder Mittagspause.
Im Anschluss daran hatte die 2a noch eine Stunde Kunstunterricht, wo wir dieses Mal etwas Osterdeko mit den Kindern bastelten. :)
Nachdem der Schultag für die Kinder beendet war, machten wir uns auf den Weg in Lehrerzimmer. Dort wollten wir den Deutschunterricht der 1b mit der anderen Lehrerin planen. Allerdings musste sie meine zweite Mentorin in der 4. Klasse vertreten. Deswegen starteten wir schon mal mit den Vorbereitungen, da sich der Ablauf ja nicht groß ändert, nur, dass in der kommenden Woche eine Stunde wegen des "Begegnungstages" wegfällt.
Als die zweite Lehrerin dann endlich kam, hatten wir schon alles fertig und sie freute sich riesig, dass ich schon alles für sie mit kopiert hatte. :)

Ich machte mich dann auf den Weg Richtung Innenstadt, denn heute war für mich "Entspannungstag" angesagt. :)
Dort angekommen wartete das Fitnessstudio, ein Whirpool, Sauna, ein Schwimmbecken und eine traumhafte Massage auf mich: :) Ganze 5h verbrachte ich in dem Bad im Jugendstil, wo ich leider keine Fotos machen durfte. :/

Centralbad in der Innenstadt

Gegen halb 9 machte ich mich dann nach meiner Massage und ganzen 5h Aufenthalt auf den einstündigen nach Hause weg. Dort angekommen konnte ich mich dann völlig entspannt ins Bett legen. :)

Am Samstagmorgen wurde ich dann ganz nett von den Sonnenstrahlen geweckt, denn es war echt traumhaftes Wetter. :)
Beí unserem gemeinsam Frühstück klärten wir den heutigen Tageplan. Zunächst einmal sollte Eric baden gehen, dann hatte die Mama einen Friseurtermin und anschließend wollte sie mit dem Kleinen zum Geburtstag von Freunden fahren. Der Papa dagegen wollte zuhause bleiben und dann später noch ins "Gym" (Fitnesstudio) fahren.
Während des Friseurbesuchs passte ich also auf Eric auf und als die Mama kam, machte ich mich auch fertig für die Stadt.
Dort wollte ich meine Zugkarten für meinen Auflug in den rund 1200km entfernten Norden kaufen. :) Die Idee kam recht spontan, denn mir fiel auf, dass ich zu Ostern bei meinem Flug in die Heimat meine warmen Wintersachen (Skianzug und Winterstiefel) mitnehmen wollte. Allerdings bräuchte ich diese auch für den Ausflug in den Norden. Vor allem aber habe ich gelesen, dass im März nochmal eine recht große Wahrscheinlichkeit besteht, die Nordlichter zu sehen!!! :)
Und dank der tollen Gastfamilie und der netten Schulleitung kann ich schon Donnerstag nach dem Begegnungstag fahren, so dass ich dann Freitag da bin und am Samstagabend geht es dann wieder zurück. Jetzt brauch ich nur endlich eine Antwort von der Unterkunft :/

Vici fährt in den Norden! :)

Die Karten waren schnell gekauft und so entschied ich mich noch für einen kleinen Ausflug in die Stadt. Zufällig führte der Weg an dem Rathaus vorbei, was ich schon so oft fotografiert hatte. Dank des wunderschönen Wetters konnte ich Gamla Stan und Södermalm mal von einer ganz anderen Richtung fotografieren und die Sonne etwas genießen. :)

Rathaus :)

Ausblick auf Gamla Stan :)

Gegen sieben machte ich mich dann auf den Heimweg und stellte dort fest, dass der Papa nach seinem "Gym"-Besuch sich eine ordentlich Menge McDonald-Fastfood gönnte :D
Nach ein paar Vorbereitungen für Montag und zwei FIlmen schlief ich dann auch endlich ein.

Heute wurde ich leider nicht von den Sonnenstrahlen geweckt, sondern von Erics Geschrei. Er hatte die Nacht schlecht geschlafen und deswegen andauernde Stimmungsschwankungen...
Beim Frühstück entschieden wir uns für einen Gartenarbeitstag und so machten sich die Mama, Eric und ich fertig für den bewölkten Tag an der frischen Luft. Wir entsorgten gemeinsam den Tannenbaum in Plastiktüten und dann blieben Eric und ich noch etwas auf dem Spielplatz während die Mama zur Mülldeponie fuhr.
Danach machten wir alle gemeinsam Waffeln zum Mittag und die Mama bat mich zum Abendessen meine leckeren Hackbällchen zu machen, das konnte ich natürlich nicht abschlagen ;)
Nach dem Mittagessen ging es nochmal nach draußen, weil der Papa eigentlich ein Gewächshaus auf den Balkon tragen wollte, seit dem Frühstück sprach er von nichts anderem mehr. Als er dann aber davor stand, entschied er sich, dass es doch noch zu früh wäre, denn es könnte ja nochmal schneien. Also ließen wir es da, wo es war und er räumte seine Werkbank in der Garage etwas auf, die Mama entsorgte noch einmal Müll auf der Deponie und ich kehrte zunächst mit Eric die Einfahrt bevor wir dann mit Holz etwas bastelten.
Eigentlich wollten wir dann einen Film gucken und mein Plan war es, einen der Minionsfilme zu gucken, allerdings wollte Eric das nicht. Lag vielleicht auch daran, dass der Papa mitgucken wollte... Er entschied sich dann für etwas schwedisches, so dass ich mich zurückzog und er mit Papa auf der Couch seinen Film schaute bzw später auch dort etwas schlief.
Gegen halb 6 fing ich dann an das Abendessen zu zubereiten. Einmal Hackbällchen ohne Zwiebeln und Senf, für den Papa und Eric (eigentlich nur für den Papa, denn der schiebt gern seinen Sohn vor) und einmal nach dem Rezept von Omma. :)
Beim Abendessen besprachen wir noch meine weiteren Pläne, unter anderem auch, ob meine beste Freundin mit Anhang, die sich für Mai angekündigt hatte, auch hier übernachten dürfte. Zum Glück sind die beide da so locker und meinten, wenn ich "meinen Aufgaben dennoch nachkommen würde", wäre das kein Problem :)

Natürlich durfte ich auch trotz, dass ich gekocht hatte, die Küche aufräumen.. Jetzt geht es dann gleich ins Bett, nachdem ich dieses scheiß Text zweimal schreiben musste, weil mein doofer Computer rumspinnen musste... Schließlich muss ich für meine nächste Religionsstunde morgen fit sein. :)

 

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